Wentorf.

3152 Euro für die Freiwillige Feuerwehr

Initiative für faire Straßenbaufinanzierung spendet ihre finanziellen Reserven

Wentorf.  Anwohner werden in Wentorf nicht mehr zur Kasse gebeten, wenn die Straße an ihrem Grundstück saniert wird. Das hat die Gemeindevertretung bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Über Jahre hinweg hat sich die Wentorfer Initiative für faire Straßenbaufinanzierung (IfS) für die Abschaffung der Anwohnerbeteiligung gekämpft – dafür Petitionen gestartet und Unterschriften gesammelt. Um auch für gerichtlichen Auseinandersetzungen gewappnet zu sein, baten sie außerdem immer wieder auch um Spenden.

„Weil die Beiträge nun abgeschafft sind, besteht in absehbarer Zeit keine Notwendigkeit, gesammeltes Geld für etwaige Prozesskosten weiterhin vorzuhalten“, sagt der Vorsitzende der Bürgerinitiative. Von den Spenden, die hauptsächlich von unmittelbar Betroffenen aus Wentorf oder von anderen Wentorfer Bürger kamen, sind rund 80 Prozent tatsächlich für Rechtsstreitigkeiten ausgegeben worden. In der „Kriegskasse“ sind aber, Stand heute, 3152,53 Euro übrig geblieben.

Eine Befragung unter den Mitgliedern der Initiative ergab: Das Geld soll in Wentorf bleiben und für einen guten Zweck gespendet werden. Schnell fiel die Wahl auf den Förderverein der Feuerwehr. Am liebsten wäre es den Mitgliedern, wenn damit die Jugendarbeit sinnvoll unterstützt werden könnte.

„Wir erwarten, dass der Beschluss der Gemeindevertretung auch bei jeder Entwicklung des kommunalen Haushalts Bestand haben wird“, so Niemeier. Zwar hat sich die Initiative nicht offiziell aufgelöst, der Kontakt unter den Mitglieder ist aber nur noch unregelmäßig.

Über Jahre hinweg hatten sie für die Interessen zahlreicher Eigenheimbesitzer gekämpft und für die Finanzierung des Straßenbaus über Steuern gestritten. In seiner Herzensangelegenheit war Niemeier sogar bis nach Karlsruhe gezogen. Seine Verfassungsbeschwerde war im Jahr 2013 vom Bundesverwaltungsgericht jedoch als unzulässig abgelehnt worden.