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„Mercurius“-Redaktionsteam will bewegen

Reinbek. . Für den zwölften Jahrgang an der Sachsenwaldschule stehen im neuen Jahr die Abiturprüfungen auf dem Stundenplan. Das heißt: lernen, lernen, lernen. Drei Mädchen und vier Jungs sind damit noch nicht ganz ausgelastet. Zum Ende ihrer Schulzeit sind sie auf die Idee gekommen, alle drei bis vier Wochen eine gedruckte Zeitung auf den „Markt“ zu bringen, die neue Schülerzeitung „Mercurius“.

Bei der Lektüre merkt man sofort: Die jungen Redakteure haben Spaß an dem, was sie machen. Dabei stellen sie einige Ansprüche an sich, wollen sich aktuellen Inhalten wie Politik und Weltgeschehen widmen, aber auch mit schulischen Themen auseinandersetzen. „Wir wollen uns auch kreativ verwirklichen“, sagt etwa Niklas Donner.

Den Anstoß für eine neue Schülerzeitung gab Philip von Stechow. Seit er aus Wien an die Sachsenwaldschule gekommen sei, habe er eine Schülerzeitung vermisst und sich mit der Idee einer Gründung befasst. „Die Wiener Schülerzeitung nehmen wir uns jetzt auch ein bisschen zum Vorbild“, verrät er.

Als Schülersprecher kennt er sich bestens aus an der Schule und konnte schnell mit Niklas Donner, Iliana Amthor, Moritz Bode, Mia Kammler, Nicolas Schneider und Dina Bychkow weitere Mitstreiter gewinnen, um „Nägel mit Köpfen zu machen“. Das vierseitige Faltblatt enthält außer einem Leitartikel zudem politisches und aktuelles Weltgeschehen, Lehrer-Interviews sowie Spaß und Unterhaltung.

„Unser Team besteht aus Schülern des Geschichtsprofils“, sagt Iliana Amthor. So wundert es nicht, dass sich Geschichtslehrer Mathias Franz als Verbindungslehrer zur Verfügung gestellt hat. „Sie haben wirklich politische Kompetenz“, bescheinigt er seinen Schülern. Schon der Name „Mercurius“ weise daraufhin, dass sie wissen, was sie tun. Erst wollten sie die Zeitung „Hermes“ nennen, entschieden sich dann aber wegen des gleichnamigen Versandhandels um. „Unser Ziel ist es, den Dialog über unsere Schule anzuregen“, sagt Nicolas Schneider.

Volle Unterstützung kommt auch von Schulleiterin Helga Scheller-Schiewek: „Ich glaube, dass eine Schülerzeitung die Kommunikation zwischen Schülern untereinander und zwischen Schülern und Lehrern verbessern kann, weil dort Dinge beleuchtet werden, die sonst nicht unbedingt zur Sprache kommen.“ Zum Ende der 1960er-Jahre gab es schon einmal eine Schülerzeitung, hat Lehrer Mathias Franz herausgefunden. Das sei damals eine sehr politische Zeit gewesen – vielleicht gilt das ja auch in der Gegenwart.