Reinbek/Bergedorf

Schülerfirma will Senioren am Computer schulen

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Netthelp erweitert sein Einzugsgebiet bis nach Reinbek – Vom Drucker bis zum Handy wird alles erklärt

Reinbek/Bergedorf.  Die Bergedorfer Schülerfirma Netthelp möchte expandieren und hat dabei Reinbek im Blick. Die jungen Computerexperten, die die Stadtteilschule Richard-Linde-Weg, das Hansa-Gymnasium, das Gymnasium Bornbrook und das Luisen-Gymnasium besuchen, bieten professionelle Hilfe rund um den PC. Sie erstellen Internetseiten und überarbeiten bestehende Homepages, haben aber auch Basiskurse für Computeranfänger im Programm.

Die Reinbeker Grundschulen Mühlenredder und Klosterbergen sind schon seit Langem Kunden, seit einigen Monaten gehört auch die Gemeinschaftsschule Reinbek dazu. Die Netthelper warten jetzt regelmäßig die Computerräume der Schule und arbeiten an der Aktualisierung der Homepage. Nun jedoch möchten die Schüler in Reinbek auch Senioren als Kunden begrüßen. Regelmäßig schulen sie die ältere Generation schon jetzt im Haus im Park in Bergedorf. Ein ähnlicher Partner wird nun auch über Hamburgs Landesgrenzen hinweg gesucht. Denkbar sind Kirchengemeinden oder Senioreneinrichtungen. Am liebsten wäre es dem Netthelp-Team, wenn es feste Termine an festen Orten anbieten könnte. „Schüler und Senioren, das passt gut zusammen“, hat Uwe Debacher beobachtet. Er ist Oberstufenleiter an der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg und betreut die Gruppe seit ihrer Gründung 1999. Den Schülern gelinge es sehr gut, komplizierte Sachverhalte einfach zu vermitteln. Doch oft sind es die kleinen PC-Probleme, die schnell zu einem großen werden, wenn niemand da ist, den man fragen kann, weiß Schüler Lasse Schulz. Eine fehlende Verbindung zum Drucker gehört ebenso dazu wie die Frage, wie das neue Smartphone eigentlich funktioniert.

„Wir machen auch Hausbesuche“, erklärt der 16-Jährige, der das Hansa-Gymnasium besucht. Rund anderthalb Stunden täglich arbeitet er neben der Schule für die Schülerfirma. Der Fleiß wird gut entlohnt, jeder Mitarbeiter bekommt zwölf Euro die Stunde. „Für einen Schüler ist das viel Geld“, sagt der junge Computerspezialist, der schon jetzt weiß, dass er später einmal in der IT-Branche tätig sein möchte. Viele Ehemalige, die früher in der Schülerfirma gearbeitet haben, verdienen nun in der Computerbranche ihr Geld, sagt Lehrer Debacher. Durch die Schülerfirma hatten sie schon vor dem Schulabschluss die Möglichkeit, Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln.

Die 16 Mitarbeiter von Netthelp treffen sich jeden Freitagnachmittag, um sich fortzubilden und die neusten Aufträge zu besprechen. Wer Kontakt aufnehmen möchte, erreicht die jungen Leute unter der Telefonnummer (040) 414 31 39 55 und im Internet: www.netthelp.de.

( sho )

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