St. Adolf-Stift

Björn Pestinger wird neuer Chef des Krankenhauses

Dr. Sven Langner (li.) und Olaf Klok (r.) vom Krankenhausträger Elisabeth Vinzenz Verbund stellten Björn Pestinger den Mitarbeitern des St. Adolf-Stiftes vor

Dr. Sven Langner (li.) und Olaf Klok (r.) vom Krankenhausträger Elisabeth Vinzenz Verbund stellten Björn Pestinger den Mitarbeitern des St. Adolf-Stiftes vor

Foto: Andrea Schulz-Colberg / BGZ

Reinbek. Der passionierte Rennradfahrer (40) wird neuer Geschäftsführer des St. Adolf-Stift mit insgesamt 800 Beschäftigten.

Reinbek.  Sein Arbeitsweg führt den passionierten Rennradfahrer ab Juli nach Reinbek: Björn Pestinger wird neuer Geschäftsführer des St. Adolf-Stiftes. Der 40-Jährige überzeugte in der bundesweiten Suche nach geeigneten Nachfolgern des langjährigen Klinikchefs Lothar Obst (59) mit Regionalität, Kompetenz und Persönlichkeit. „Er entsprach den Vorstellungen unseres Wunschkandidaten, der auch als Mensch dieses Haus gut führen wird“, sagte Olaf Klok.

Gestern wurde Björn Pestinger von den Geschäftsführern des Krankenhausträgers, dem Elisabeth Vinzens Verbund, den Mitarbeitern vorgestellt. Das St. Adolf-Stift gehört zum EVV, der bundesweit neun konfessionelle Krankenhäuser betreibt.

Zwei Monate wird er sich voll einarbeiten

Aus 40 Bewerbern, die in die engere Wahl gerückt waren, haben sich die EVV-Geschäftsführer, Dr. Sven Langner und Olaf Klok für den erfahrenen Krankenhausökonomen entschieden. „Ich freue mich außerordentlich, diese Klinik mit einem ausgezeichneten medizinischen Renommee zu übernehmen und gemeinsam mit den mehr als 800 Mitarbeitern zum Wohle der Patienten weiter auszubauen“, sagte Pestinger, der mit Tochter und Ehefrau in Trittau lebt. „Sie ist am Sachsenwaldgymnasium zur Schule gegangen“, unterstrich Pestinger seine Verbundenheit mit Reinbek.

Von Mai an wird er sich von „unten bis oben“ in das St. Adolf-Stift einarbeiten, das noch bis Ende Juni von Obst geführt wird. Seine Erfahrungen im Ausbau von Kliniken kann Pestinger gleich einbringen. Denn Lothar Obst verabschiedet sich mit dem Startschuss für das größte Bauprojekt in der Geschichte des Hauses. In drei Abschnitten werden ab 21. April für 18 Millionen Euro eine neue Zentralsterilisation mit Erweiterungen der Intensivstation, eine neue Überwachungsstation und Notaufnahme gebaut.

Von 2007 bis 2013 leitete Pestinger als Geschäftsführer die Asklepios-Fachklinik Stadtroda in Thüringen, im Anschluss bis 2015 das Asklepios-Westklinikum in Hamburg. Mit dem Gesundheitswesen kam er bereits während seines Studiums der Krankenhausbetriebswirtschaft in Osnabrück in Berührung: als Rettungssanitäter beim Deutschen Roten Kreuz.

Diesmal kein Katholik als Geschäftsführer

Berufliche Erfahrungen sammelte Pestinger in der Healthcare-Sparte des Wirtschaftsprüfers PricewaterhouseCoopers in Hamburg und war dann in der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe tätig, zuletzt als Stellvertreter des Geschäftsführers.

Die betriebswirtschaftlichen Erfahrungen allein standen bei der Personalentscheidung nicht im Vordergrund, machten Dr. Langner und Klok immer wieder deutlich: Hinter dem St. Adolf-Stift stehen keine Kapitalanleger, sondern Ordensschwestern. Und die Werte, die die Gründerinnen pflegten, werden auch heute noch gelebt. Den Verpflichtungen des Hauses, medizinische kompetente Pflege mit der Tradition christlicher Nächstenliebe zu verbinden, sind keine engen konfessionellen Grenzen gesetzt.

Denn anders als Lothar Obst ist Pestinger kein Katholik, sondern in die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde seiner Heimatstadt eingebunden. „Wir freuen uns besonders, dass Herr Pestinger die christlichen Traditionen, auf denen die Werte unserer Häuser aufbauen, in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft tragen wird“, sagte Dr. Langner.