Reinbek

Feuerwehr setzt jetzt auf Führungs-Trio

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Susanne Holz

Personalfrage nach Monaten gelöst

. Das, was die Feuerwehr Reinbek vorhat, dürfte in Schleswig-Holstein zum jetzigen Zeitpunkt einmalig sein. Die Führung der Wache an der Klosterbergenstraße soll in Zukunft in den Händen eines Trios liegen. Verantwortlich sind dann ein Wehrführer und nicht mehr ein, sondern zwei Stellvertreter. Möglich macht dies die Änderung des schleswig-holsteinischen Brandschutzgesetzes, die am 1. Januar in Kraft getreten ist. Demnach ist es möglich, mehrere Stellvertreter zu wählen.

Mit der Umstrukturierung endet spätestens mit der Wahl im April eine Personaldebatte, die Stadt und Feuerwehr selbst über Monate beschäftigt hat. Nachdem der langjährige Wehrführer Christian Niemann aus persönlichen Gründen im Juli letzten Jahres zurückgetreten war, gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig. Die über Jahre dauernde politische Debatte über den Standort und den Bau einer neuen Wache wirkte nicht als Motivationsschub für mögliche Kandidaten. Auch intern stand es in den vergangenen Wochen mit der Stimmung nicht zum Besten. Weil kein Nachfolger in Sicht war, hatte Gemeindewehrführer Karsten Hein die Leitung der Wehr kommissarisch übernommen.

Jetzt jedoch soll alles anders werden. Die Idee, mit einem Trio neu durchzustarten, wurde gestern Abend auch den anderen Kameraden präsentiert. Findet die Idee Zustimmung, hat Reinbeks Wehr bald eine neue Führung.

Drei Kandidaten stellen sich im April zur Wahl

Als Wehrführer wirft Andreas Wollny seinen Hut in den Ring. Den Posten der Stellvertreter möchten Benjamin Woelck und Dennis Müller-Reh übernehmen. "In einem Führungs-Trio können wir die Bereiche Finanzen, Personalentwicklung und Ausbildung gut verteilen", sagt Andreas Wollny, der seit 25 Jahren Mitglied der Feuerwehr ist. "Wir sind eine sehr junge Wehr, die meisten sind Anfang 30, starten beruflich durch, gründen eine Familie. Es ist also klug, die viele Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen", so Wollny, der sich selbst als Teamplayer bezeichnet.

Erfahrung bringt auch Dennis Müller-Reh mit. Der 30-Jährige ist seit 2008 hauptberuflich bei der Feuerwehr Hamburg beschäftigt und hat mit zwölf Jahren bei der Jugendfeuerwehr angefangen. Derzeit ist er Zugführer, wohnt über der Wache an der Klosterbergenstraße. Mehr Feuerwehr geht fast nicht. Benjamin Woelck, schon unter Christian Niemann stellvertretender Wehrführer, möchte in dieser Position weiter Erfahrungen sammeln.

Reinbeks Gemeindewehrführer Karsten Hein sieht der Zukunft jetzt gelassen entgegen. Warum die Personalfrage so lange gedauert hat? "Gut Ding will Weile haben", sagt er.

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