Reinbek

Wohncontainer für Flüchtlinge

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Ausschüsse beraten über Unterkünfte

Auf die finanziell gebeutelten Kommunen kommt eine weitere kostenschwere Pflichtaufgabe zu. Der Zustrom von Asylbewerbern hält an. Nach der Verteilquote des Kreises Stormarn sind der Stadt aktuell sechs Flüchtlinge mehr zugewiesen als hier untergebracht werden können. Reinbek ist ausgebucht, die Betten in den städtischen Notwohnungen am Mühlenweg und an der Berliner Straße sind belegt. Deshalb schlägt die Verwaltung vor, für die Unterbringung von acht Flüchtlingen vorübergehend Wohncontainer auf dem Parkplatz Hermann-Körner-Straße 55 im Gewerbegebiet zu errichten.

Stadt erfüllt Verteilquote zurzeit nicht

Der Sozial- und Schulausschuss hatte im vergangenen September beschlossen, die Kitas Schulstraße 24 und Mühlenredder 117 nach deren Aufgabe zu Notunterkünften umzunutzen. "Das wird jedoch erst im Kindergartenjahr 2014/15 möglich sein", sagt Jürgen Vogt-Zembol, Büroleitender Beamter. Als Lösung biete sich die Anmietung oder sogar der Ankauf von Wohncontainern an.

Als ein vorübergehender Standort ist der Parkplatz Hermann-Körner-Straße 55 vorgesehen. "In unmittelbarer Umgebung befand sich über viele Jahre ein Containerdorf. "Probleme hat es dort weder mit den Bewohnern noch mit den unmittelbaren Nachbarn gegeben", erläutert Vogt-Zembol.

Ein Neubau war den Politikern zu teuer

Die Verwaltung hatte erst einen Neubau vorgeschlagen. Eine Investition von etwa eine Million Euro wollte die Politik angesichts der knappen Stadtkassen nicht bewilligen und beauftragte die Verwaltung damit, nach einer anderen Lösung zu suchen.

Die Kosten für die Anmietung der Container belaufen sich für zehn Monate auf 60 000 Euro. Im Falle eines Ankaufes würden 150 000 Euro zu Buche schlagen. Die Container könnten danach für die Unterbringung von Obdachlosen genutzt werden.

Mit dem Vorschlag der Verwaltung zur Unterbringung der Asylbewerber befassen sich heute Abend die Mitglieder des Sozial- und Schulausschusses in ihrer Sitzung (19 Uhr) im Rathaus. Nach deren Empfehlung sind am 12. November der Bauausschuss, am 21. November der Finanzausschuss danach der Hauptausschuss (26. November) und schließlich am 12. Dezember abschließend die Stadtverordnetenversammlung am Zug.

( (amü). )

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