Reinbek

Stadt räumt Vereinen 90 Prozent Ermäßigung ein

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Gebühren: TSV zahlt ab 2014 Miete für Sportstätten

Vor zwei Jahren wurde der Vertrag über die Zusammenarbeit der Stadt mit der TSV bis ins Jahr 2026 besiegelt. Damit vereinbarten beide Partner Konditionen über den Betrieb, die Unterhaltung und die Nutzung des Sportzentrums an der Theodor-Storm-Straße. Ein Punkt war, dass die TSV für die Nutzung der Sportstätten ab 2014 Gebühren zahlen muss. Im Gegenzug verpflichtet sich die Stadt, funktionsfähige Sportstätten zu stellen. Was das den Verein unterm Strich kosten wird, steht jetzt fest. In der Sitzung des Jugend-, Sport- und Kulturausschusses wurde die Gebührensatzung einstimmig verabschiedet.

Für den Sportverein stellt sich der Eintritt in die neue Bezahl-Ära moderat dar. Denn die Stadt gewährt Dauernutzern wie Sportvereinen eine hohe Ermäßigung von 90 Prozent. Damit zahlen die Sportler zum Beispiel für den Fitnessraum der Uwe-Plog-Halle nach Gebührensatzung statt 150 Euro 15 pro Tag. Der Grandplatz schlägt für bis zu drei Stunden mit 3,30 Euro zu Buche. Und die Uwe-Plog-Halle wird je angefangene Stunde für je ein Drittel mit 2,50 Euro berechnet. Unterm Strich würde die TSV nach Schätzungen, die auf Nutzungszeiten von 2012 beruhen, 56 000 Euro pro Jahr tragen.

"Mit der 90-Prozent-Variante sind wir sehr zufrieden und freuen uns, dass so entschieden wurde", sagt Geschäftsführer Rüdiger Höhne. Jetzt müsse überlegt werden, wie die Mehrkosten fair auf die 3800 Mitglieder in Beiträgen umgelegt werden, kündigte Höhne an. Der Vorstand erarbeite zurzeit Vorschläge für Verteilungsmechanismen.

Den Gebührenerhebungen waren Gespräche zwischen Stadt und Verein vorausgegangen, die zeigten, dass die Vereine nicht in der Lage sind, die volle Nutzungsgebühr aufzubringen und über die Mitgliederbeiträge zu finanzieren. "Aus Sicht der Beteiligten darf es nicht dazu kommen, dass die Vereine ihre Arbeit in Frage stellen müssen, da sie einen erheblichen Beitrag zum Gemeinwohl leisten", fasste Sachgebietsleiterin Dagmar Schmalfeldt das Ergebnis zusammen.

Nichts dazuzahlen müssen die Sportler vom FC Voran Ohe. Denn hier wurden die Vertragsverhandlungen auf Null gesetzt. Im Norden müsse die Stadt als Vermieterin erst einmal ihrer Pflicht nachkommen und marode Anlagen sanieren. Auch gibt es Bestrebungen, die Sportanlage in Ohe zu verlagern. Ein Arbeitskreis soll die Weichen stellen.

( (amü). )

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