Landwirtschaft

Acht Erntehelfer pflücken eine Tonne Erdbeeren pro Tag

Felder liefern noch bis August die süßen Früchte

Rund zwölf Stunden sind die Helfer aus Polen auf den Beinen, unterbrochen von kurzen Pausen. Reinbek ist den meisten von ihnen vertraut, sie kommen seit Jahren, kennen die Gegend und Landwirt Hans-Jörg Carstensen.

Bei den Erdbeeren, die bislang unter Folie reiften, hat das schlechte Wetter die Ernte um eine Woche bis zehn Tage verzögert. Bei denen, die unter freiem Himmel, Größe, Süße und Farbe ansetzen sollten, verzögerte sich die Ernte um zwei Wochen. "Das macht aber nichts. Denn bei dem kalten, nassen Wetter hatte auch niemand Lust auf Erdbeeren", hat der Landwirt festgestellt.

Bei den ersten Sonnenstrahlen jedoch war die Nachfrage riesig. Die ersten Tage mussten die Verkaufsstände bereits mittags schließen - die Erdbeeren waren aus. Jetzt läuft's, für ordentlich Nachschub ist gesorgt.

Carstensen baut die Sorten Honeoye, Salsa und Pandora an. Ein besonders außergewöhnliches Früchtchen ist die "Mieze Schindler". "Sie ist etwas ganz besonderes, schmeckt nach Walderdbeeren", erklärt Carstensen. Für den Anbau im großen Stil eigne sie sich aber nicht, da sie zu weich ist.

Derzeit läuft eine kleine leckere Versuchsreihe mit den Sorten Ines und Felicitas. "Jede Sorte hat drei Wochen Reifezeit. Wir pflanzen so, dass wir acht bis zehn Wochen immer Erdbeeren haben", so Carstensen.

Verkauft wird an der Hamburger Straße, vor famila in Reinbek, an der Bergstraße, am EKZ Schönningstedt und in Lohbrügge am Wochenmarkt.

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