Lärmschutz

An der K80 ist es am lautesten

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Susanne Holz

Lärmschutz: Stadt stellt Maßnahmen vor

Wer wissen möchte, wie viel Lärm er selbst und seine Nachbarn ausgesetzt sind, kann sich die entsprechenden Werte rund um sein Haus auf Karten anschauen, die die Stadt Reinbek auf ihrer Internetseite (www.reinbek.de) veröffentlicht hat.

Dort haben es die Anwohner der Märchensiedlung dann schwarz auf weiß, beziehungsweise dunkelviolett bis dunkelbraun: An ihrem Straßenabschnitt, der K80, ist es in Reinbek am lautesten. Das ist eines der Ergebnisse auf den aktuellen Lärmkarten von 2012. Deren Erstellung ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz vorgeschrieben. Jede Lärmkarte muss in einen Aktionsplan münden. Derzeit zieht die Stadt Bilanz und veröffentlicht, welche angedachten Maßnahmen seit dem ersten Lärmaktionsplan 2007 in der Stadt abgelehnt oder umgesetzt worden sind.

Der größte Wunsch der Betroffenen - eine Lärmschutzwand an der K80 in Höhe Märchensiedlung - ist und bleibt bis auf Weiteres unerfüllt. Der Kreis wird die K80 sanieren, aber nicht ausbauen. Nur im Fall eines Ausbaus der Straße müsste eine Lärmschutzwand gebaut werden. Auch die ins Auge gefassten regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen gibt es in diesem Bereich nicht: Der Kreis sah bisher keine Notwendigkeit, dies anzuordnen.

Ebenso wenig konnte sich die Idee durchsetzen, einen Einfädelungsstreifen vom Mühlenredder auf die K80 zu bauen: Die Straße liegt zu nah an der Bebauung. In Neuschönningstedt gab es die Idee, Busse nicht mehr durch das Wohngebiet fahren zu lassen. Die Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein folgten dem nicht. Schließlich erhöhe eine Busanbindung die Lebensqualität der Bürger. Nur leisere Busse könnten das Lärmproblem beseitigen.

Tätig geworden ist die Stadt unter anderem am Landhausplatz. Die Ampelanlage wurde so umgerüstet, dass die Busse mit GPS-Technik Kontakt zu ihr aufnehmen und so auf Grün schalten können. Lautes Bremsen und Anfahren entfällt. In Schönningstedt wurde die Tempo-30-Zone auf der Königstraße auf 7 bis 17 Uhr erweitert.

Alle Ergebnisse der Lärmaktionsplanung wird die Stadt bei einer Infoveranstaltung im September vorstellen.

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