Einzelhandel

Massenansturm auf Famila-Markt

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Susanne Holz

Reinbek. Robert Dahl traute um 7.30 Uhr seinen Augen nicht. Als der Parkplatzwächter gestern morgen in seiner gelben Warnweste pünktlich zur Arbeit erschien, standen schon 30 Minuten vor der offiziellen Eröffnung mehr als 50 Kunden vor den geschlossenen Türen des Famila-Marktes.

Wenig später schlängelte sich ein Autokorso durch die überdachte Parkfläche, freie Plätze waren nicht mehr zu bekommen. "Die meisten Kunden nehmen es geduldig hin, dass sie kurz auf einen freien Parkplatz warten müssen, einige sind aber auch ein bisschen ungehalten", hat der 23-Jährige festgestellt.

Ursula Smigelski aus Glinde hatte in den Morgenstunden eindeutig die Nase vorn. "Ich bin zum Glück mit dem Fahrrad gekommen", freute sich die 59-Jährige. Mit prall gefüllten Einkaufstüten fuhr sie dem Chaos mit dem Zweirad einfach davon. Dennoch war sie sicher: "Ich komme wieder, das hat mir hier richtig gut gefallen. Außerdem brauche ich einmal quer durchs Gewerbegebiet von Glinde aus nur fünf Minuten."

Auch im Famila-Markt selbst ging es zu wie in einem Taubenschlag. Viele hatten sich von den Sonderangeboten locken lassen, andere waren einfach neugierig auf den neuen Markt, auf dessen Fertigstellung sie seit September 2008 gewartet hatten. Gisela Fließ und Horst Wolter gingen gestern sofort zielstrebig zur gut sortierten Fleischtheke, an der sich die Kunden dicht an dicht drängten. Obwohl die Reinbeker einen langen Einkaufszettel dabei hatten, hielten sie ihre Ware binnen kurzer Zeit in den Händen. "Länger als drei Minuten haben wir nicht gewartet", sagte Wolter erfreut. Die Unternehmensführung hatte vorgesorgt. 200 Mitarbeiter standen im 4150 Quadratmeter großen Markt bereit, um die Kunden zu bedienen. "Obwohl es hier so voll ist, haben sich die Mitarbeiter Zeit genommen, um meine Fragen zu beantworten", staunte auch Gabriele Goetzke (39). Die dreifache Mutter nahm die langen Schlangen mit Humor. 15 Minuten brauchte sie für den Einkauf, dann aber mindestens die doppelte Zeit, um zur Kasse vorzudringen. Neben einem gut sortierten Angebot sind die mehr als 350 Parkplätze ein Grund für sie, in Zukunft an der Liebigstraße einzukaufen. "In Lohbrügge sind Parkplätze nämlich Mangelware." Auch Annemarie Püpke freut sich schon auf ihren nächsten Einkauf. Grund: "Wenn weniger Menschen da sind, sieht man wahrscheinlich erst, was die hier alles für Ware haben. Das war ja heute etwas schwierig bei den vielen Leuten."

Marktleiter Manfred Loose war mehr als zufrieden mit dem ersten Verkaufstag. "Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. An die 7000 Kunden haben nicht nur geschaut, sondern auch gekauft. Die Einkaufswagen waren prall gefüllt."

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