Schülerfirma PlanGG

Glindes Gymnasiasten wollen eigenen Honig ernten

Die Schülerfirma PlanGG des Gymnasiums Glinde will eine Imkerei eröffnen, um ihren eigenen Honig zu produzieren und zu verkaufen: Matz Fassbender, Angelina Meyer, Kayan Hofyani, Rainer Rawe, Tracy Antwiwaa und Hendrik Röhl.

Die Schülerfirma PlanGG des Gymnasiums Glinde will eine Imkerei eröffnen, um ihren eigenen Honig zu produzieren und zu verkaufen: Matz Fassbender, Angelina Meyer, Kayan Hofyani, Rainer Rawe, Tracy Antwiwaa und Hendrik Röhl.

Foto: Susanne Tamm

Glinde. Nachhaltig sollte ihre Geschäftsidee sein. Darum setzt die Schülerfirma PlanGG jetzt auf die Imkerei.

Glinde. Bei der Schülerfirma PlanGG (GG für „Gymnasium Glinde“) dreht sich momentan alles um die Bienen: Denn die 18 Gymnasiasten des elften Jahrgangs wollen ihren eigenen Honig produzieren und verkaufen. Unterstützt werden die Jugendlichen von der Firma Junior.

„Wir haben zuerst über unsere Geschäftsidee abgestimmt“, erzählt Vorstandsmitglied Hendrik Röhl (17), der zu Hause gemeinsam mit der Familie die Idee hatte. „Wir haben überlegt und das Bienensterben war überall Thema. Deshalb haben wir uns gedacht, dem können wir doch entgegenwirken.“ Seine Mitschülerin Tracy Antwiwaa (17), Marketingleiterin von PlanGG, stimmt ihm zu: „Schließlich sind wir Zukunftsschule, deshalb wollten wir eine nachhaltige Geschäftsidee.“ Matz Fassbender, ebenfalls Mitglied des PlanGG-Vorstands, hat eher den Verdacht, dass die Begeisterung ihrer Lehrerin Johanna Schneller ausschlaggebend für das gute Abstimmungsergebnis war. Hendrik Röhl sieht das anders: „Die Mehrheit war dafür und wer mag denn keinen Honig?“

Schüler suchen praktische Informationen

Um sich in das Thema einzuarbeiten, haben die Schüler zuerst Kontakt zu Imkerverbänden und zu einer Schulimkerin der Stadtteilschule Hamburg-Bergstedt gesucht. Mit ihr haben sie sich bereits getroffen. „Wir wissen noch nicht, ob wir ein oder mehrere Völker anschaffen wollen“, berichtet Rainer Rawe, ebenfalls Vorstandsmitglied. „Das hängt auch davon ab, wie viele Spenden wir für unser Projekt sammeln können.“

Kayan Hofyani schätzt den Bedarf auf etwa 2000 Euro. „Aber wenn uns vielleicht noch ein Imker mit Rat und Sachspenden unterstützt, kommen wir auch mit weniger aus“, ergänzt Rainer Rawe. Bisher hätten die Kontakt-Versuche zu Imkern der Region nicht geklappt.

Für die Finanzierung strengen sie sich an

Für die Finanzierung haben die Schüler sich aber auch schon ins Zeug gelegt: Als Nebenprodukt stellen sie jetzt einen eigens designten Schulplaner, ein Hausaufgabenheft speziell fürs Gymnasium, her. Es wird für 5 Euro an alle Gymnasiasten verkauft.

Zudem hat PlanGG schon 90 Anteilsscheine à 10 Euro an Verwandte und Freunde verkauft. „Dieses Darlehen müssen wir aber an die Anteilseigner zurückzahlen“, erläutert Angelina Meyer, Verwaltungsleiterin von PlanGG. „Außerdem zahlen wir noch 40 Prozent an die Firma Junior, unseren Lohn, der 50 Cents pro Stunde beträgt, sowie 20 Prozent

Schülerfirma macht keinen Gewinn

Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer. „Wir sollen keinen Gewinn machen, aber unsere Idee finanzieren“, sagt Kayan Hofyani. Er geht davon aus, dass sie es schaffen.