Sanierung

Papendieker Redder: Holperpiste soll verschwinden

Gehweg und Fahrbahn des Papendieker Redder will der Kreis sanieren. Was mit den Platanen geschieht, steht noch nicht fest. Deren Laub ärgert die Anwohner.

Gehweg und Fahrbahn des Papendieker Redder will der Kreis sanieren. Was mit den Platanen geschieht, steht noch nicht fest. Deren Laub ärgert die Anwohner.

Foto: Undine Gerullis

Glinde. Risse und Erhebungen im Gehweg am Papendieker Redder ärgern Fußgänger und Anlieger. Das soll sich spätestens 2020 ändern.

Glinde.  Einer Hoppelstrecke gleicht der Gehweg am Papendieker Redder auf der rechten Seite Richtung Willinghusen. Ursprünglich durften hier auch mal Radfahrer fahren, doch mit der Aufhebung des Radwegenutzungsgebots müssen die nun auf die Straße ausweichen. Das ist vielleicht auch besser so, denn die Wurzeln der Pappeln haben ihre Spuren in Form von Rissen hinterlassen. Nicht nur der Weg und die Straße haben gelitten, auch viele Anwohner kämpfen mit dem Problem. „Bei uns haben die Wurzeln die Gehwegplatten nach oben gedrückt“, sagt Anwohner Horst Pflanz (76).

Zumindest das Problem vor seinem Grundstück soll auf absehbare Zeit gelöst werden: Der Papendieker Redder ist eine Kreisstraße und die zuständige Behörde will den Gehweg samt Fahrbahn nun sanieren. Hintergrund ist, dass der Kreis die Verantwortung und Pflege des Gehwegs an Glinde abgeben möchte. Die Stadt allerdings will den Weg nur in einem guten Zustand übernehmen.

Also kommt der Kreis um eine Sanierung nicht herum. Diese ist bereits im aktuellen Bauprogramm für Kreisstraßen verzeichnet. Der Kreis hat das Vorhaben in die Hände des Landesbetriebs für Verkehr gelegt und der lässt gerade von einem externen Gutachter eine Bestandsaufnahme zu Art und Umfang der notwendigen Sanierungsmaßnahmen erstellen. Mit einem Baustart noch in diesem Jahr rechnet Meike Langenbach vom Fachdienst Planung und Verkehr beim Kreis Stormarn aber nicht. Das würde auch zu massiven Verkehrseinschränkungen führen, denn der Papendieker Redder wird als Umleitung während der Sanierung der Möllner Landstraße genutzt.

Laubsammlung in Säcken hat nicht funktioniert

Eine Frage, die der Gutachter ebenfalls beantworten soll, ist, wie es mit den Pappeln weitergeht? Fällen wäre eine Option, aber keineswegs die einzige. Vielen Anwohnern wäre das aber recht, sie ärgern sich jeden Herbst, dass das Laub der rund 30 Jahre alten Bäume auf ihren Grundstücken landet und sie mit der Entsorgung meterhoher Berge allein gelassen sind. „Vor einigen Jahren hat die Stadt die Laubsäcke noch abgeholt“, sagt Anwohner Karsten Runge. Eine Kompostierung sei schwierig, zerfallen die Blätter des eigentlich in Südeuropa heimischen Baumes erst nach Monaten.

„Wir mussten der Entsorgung einen Riegel vorschieben“, sagt Bauamtsleiter Andreas Gostomczyk. Denn in den Säcken war nicht nur das Laub, sondern auch viele weitere Grünabfälle. Auch haben andere ihre Säcke einfach dazugestellt. Ganz allein lässt die Stadt die Anwohner aber auch jetzt nicht: Viele fegen das Laub zu Haufen auf dem öffentlichen Grünstreifen zusammen. „Für die sind wir zuständig und nehmen es mit“, sagt Gostomczyk.

Geht es nach ihm, sollten die straßenprägenden Pappeln auf jeden Fall erhalten bleiben. „Sie benötigen weniger Pflege als beispielsweise Eichen, die viel Totholz ausbilden. „Bäume zu fällen, nur weil sie Laub abwerfen ist keine Lösung“, fasst Gostomczyk zusammen.