Oststeinbek

Jungbauer auf kriminellen und amourösen Abwegen

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Komödie: Laienspielgruppe spielt "Up Düvels Schuvkar"

"Du musst die Hände in die Seiten stemmen, wenn du sauer auf ihn bist", sagt Regisseur Günter Reike. Stephanie Höper nickt. Sie gibt im neuen Stück der Laienspielgruppe die Magd Taline. Zweiter Anlauf: Taline entrüstet sich noch einmal und geigt Jungbauer Heiko so richtig die Meinung. "Du schust di wat schamen!" Denn der tut seit seiner Heimkehr aus dem Krieg keinen Handschlag mehr auf dem geerbten Hof, weil er mit der Schwarzbrennerei leichteres Geld verdienen will. Und um das Maß voll zu machen, poussiert der Schwerenöter auch noch mit mehreren Weibsbildern herum. Favoritin ist die leichtlebige Helga (Micaela Peters), Tochter des Dorfpolizisten Fiete. Aber auch bei Taline und bei Flüchtlingsmädchen Marie (Kristina Frantzen) hat der Frauenschwarm "Schlag".

Die Proben für das neue Stück, bei dem neben Günter Reike auch Gitti Wegner Regie führt, laufen auf Hochtouren. Die Oststeinbeker Laienspielgruppe bringt im März mit Karl Bunjes Komödie "Up Düvels Schuvkar" einen Vierakter auf die Bühne, der in den 1960er-Jahren erfolgreich im Ohnsorg-Theater lief. Heidi Kabel spielte damals die schlaue Magd Taline, die dafür sorgt, dass der "Jungbuer" mit der richtigen Frau auch wieder auf den rechten Weg kommt. Bis es soweit ist, gibt es natürlich viele komödiantische Verwicklungen.

Denn auch Knecht Jan findet Geschmack am Schnaps und an der Schwarzbrennerei. Als "Schandarm" Fiete misstrauisch wird, verlegen Heiko und Jan die illegale Schnapsherstellung in einen Alkoven, den sie durch einen Schrank betreten. Nun kann das Geschäft mit dem Selbstgebrannten im großen Stil aufgezogen werden. Der Hof droht völlig zu verkommen. Das alles geht Taline ordentlich gegen den Strich und sie steuert dagegen an. Heiko gerät in die Bredouille und verspricht schließlich, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

Auf der Bühne im Bürgersaal im Kratzmannschen Hof (Möllner Landstraße 22) ist die Komödie ab Mitte März zu sehen, und zwar am 14. und 15., 21. und 22. sowie 28. und 29. März. Im April gibt es noch vier Aufführungen am 11. und 12. sowie 18. und 19. April. Sonnabends beginnt die Vorstellung jeweils um 18 Uhr, sonntags um 17 Uhr. Karten für "Up Düvels Schuvkar" gibt es ab 8 Euro am 14. und 15. Februar von 10 Uhr bis 16 Uhr im Foyer des Bürgerhauses. Danach sind sie im "Gasthaus Pampilo" zu erwerben.

( (mos). )

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