Glinde

Singen - fast wie Sport und befreiend für die Seele

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Chorvereinigung Glinde sucht neue jüngere Sänger, vor allem Tenöre

Singen ist ein wenig wie Sport. Bevor die ersten Töne erklingen, gibt es Stimm- und Atemübungen, bei denen man sich reckt und streckt. "Singen kann jeder, dafür braucht man keine besonderen Kenntnisse und keine Hilfsmittel", sagt Hildegard Neveling. Die Glinderin (77) hat schon immer gern gesungen und ist Vorsitzende der Chorvereinigung Glinde von 1960. Gegründet wurde sie von Hans Bohm. 25 Sängerinnen und zehn Sänger treffen sich jeden Dienstag von 19 bis 21 Uhr im Bürgerhaus, um ihrer Lust am Singen zu frönen. "Es befreit die Seele, gibt Luft zum Atmen und man geht beschwingt nach Hause", umschreibt Hildegard Neveling ihr Hobby. Gleich als sie wegen ihres Sohnes nach Glinde gezogen ist, hat sich die Westfalin dem Chor angeschlossen.

Der Barsbütteler Konrad Wilde ist sogar seit Anfang an dabei und unterstützt die Truppe mit seinem Bass. "Meine Frau singt auch, aber in einem anderen Chor", erzählt der 79-Jährige. Ingo Wilfert (71) hat von Kindesbeinen an in Gesangsgruppen mitgewirkt. "Beim Singen kann man alles, was man sonst so am Hals hat, einfach vergessen. Man kann gut abschalten", schwärmt er. Seine Stimmlage Tenor ist eine besondere Mangelware. "Gerade für Tenor brauchen wir dringend Verstärkung", sagt der Schatzmeister des Gesangsvereins.

Noch vor fünf Jahren zählte die Chorvereinigung mehr als 50 Sänger. Inzwischen sind alle etwas älter geworden und würden sich über jüngere Mitglieder freuen. Das Repertoire des Chors besteht aus Volksliedern, Schlagern, Musicals, Operette und neuerdings auch Seemannsliedern. "Wir pflegen die deutsche Sprache, singen manches auch auf Plattdeutsch", erzählt die Vorsitzende.

Die Gemeinschaft steht ganz oben. Dazu gehören Chorwochenenden ebenso wie gemeinsame Weihnachtsfeiern oder Sommerfeste. Und natürlich treten sie zusammen auf - in erster Linie in Seniorenheimen, Krankenhäusern und Kirchen. Aktuell geplant ist ein Konzert in der Glinder Kirche. Mit Jens-Uwe Kirsten habe sie auch einen tollen Chorleiter gefunden, sagt Hildegard Neveling. Sie hat den Musiklehrer aus Geesthacht auf einem Konzert erlebt, einfach angesprochen und für das Glinder Ensemble angeworben. So unkompliziert hält sie es auch mit neuen Mitgliedern: "Einfach am Dienstagabend um 19 Uhr im Bürgerhaus, Markt 2, hineinschauen und mitmachen."

( (hof). )

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