Gesprengter Zigarettenautomat

21-jähriger Oststeinbeker freigesprochen

Reinbek/Hamburg (hann). Ein 21 Jahre alter Oststeinbeker ist gestern vor dem Amtsgericht Reinbek freigesprochen worden.

Dem jungen Mann hatte die Staatsanwaltschaft Lübeck vorgeworfen, in der Silvesternacht einen Zigarettenautomaten in Hamburg-Horn mithilfe einer selbst gebastelten Rohrbombe in die Luft gejagt und anschließend mehrere Schachteln Zigaretten und Kleingeld gestohlen zu haben. Der Schaden: rund 1700 Euro.

"Ich habe auf gar keinen Fall den Zigarettenautomaten beschädigt und auch keine der Schachteln oder Geld aufgehoben und mitgenommen", beteuerte der Oststeinbeker, der noch bei seinen Eltern lebt und sich zurzeit als Pizzabote Geld verdient.

Vor Gericht gab er lediglich zu, beim Bau der Rohrbombe mitgewirkt zu haben. Zusammen mit einem 23-Jährigen Hamburger hatte der 21-Jährige am Silvesterabend mehrere Böller aufgebrochen und Schwarzpulver entnommen, das sie gemeinsam in einen abgebrochenen Griff eines Einkaufswagen füllten und anschließend verklebten. Mithilfe einer Wunderkerze, die als Zünder diente, hatte dann einer der beiden einen nahe gelegenen Zigarettenautomaten explodieren lassen. Wer jedoch für die Tat verantwortlich war, konnte das Gericht gestern nicht klären. Denn beide Tatverdächtige beschuldigten sich gegenseitig. Auch weitere Zeugen konnten nicht zur Aufklärung beitragen.

Anders sah die Beweislage ein Gericht in Hamburg. Dort war der 23-Jährige im November schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht in Reinbek aber sah es nicht als erwiesen an, dass der 21-jährige Oststeinbeker, die von beiden gebastelte Rohrbombe zündete.

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