Infrastruktur

Koops setzt auf AKN-Strecke

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Jörg Ahrent

Glinde. Die Verträge sind zwar noch nicht unterschrieben, doch die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss: Neuer Betreiber der Bahnstrecke von Billstedt nach Glinde dürfte die Kieswerk Glinde Eisenbahninfrastruktur GmbH und damit eine Tochtergesellschaft des Recyclingunternehmens Koops REB mit Sitz am Waldweg 2 werden.

Für den Betrieb der Eisenbahntrasse Billstedt/Glinde wurde eine Infrastrukturgesellschaft gegründet.

Die kurz vor Weihnachten neu gegründete Gesellschaft ist als letzter Bewerber im Ausschreibungsverfahren der AKN Eisenbahn AG verblieben. "Wir sind der einzige Partner, mit dem verhandelt wird", bestätigt Hubert Grundt, Geschäftsführer der Koops REB. Es sei bis auf Details alles besprochen. "Ich bin sicher, dass spätestens bis April die Entscheidung gefallen sein wird", so Grundt.

Mit im Betreiber-Boot wird dann - zumindest mittelbar - ein weiterer Bewerber sitzen. Geschäftsführer der neu gegründeten Infrastrukturgesellschaft ist Carsten Recht, gleichzeitig Geschäftsführer der Feld- und Kleinbahn Betriebs gemeinnützige GmbH (FKBG) aus Malente. Die will sich in Zukunft auf den Betrieb der Schmalspurbahn Malente-Lütjenburg konzentrieren. "Die FKBG hat den Zuschlag für die 17 Kilometer lange Strecke bis 2058 erhalten. Deshalb werden wir uns auch von einer zweiten Verbindung zwischen Süderbrarup und Kappeln trennen", sagt Recht.

Die enge Verbindung der neuen Betreibergesellschaft in Glinde und der FKBG in seiner Person sieht Doppel-Geschäftsführer Recht positiv. "Das gewährleistet einen Zugriff auf die vielen Kontakte, über die die FKBG verfügt." So kann er sich vorstellen, dass Glinde häufiger Museumszüge zu sehen bekommt. Und auch mit dem Miniaturwunderland in der Hamburger Speicherstadt sei man im Gespräch über gemeinsame Aktionen auf der Strecke von Billstedt nach Glinde.

Dass der Verkehr auf der Trasse stark zunimmt und damit auch die Lärmbelästigung derer, die entlang der Gleise wohnen, ist laut Recht nicht zu befürchten. "Zurzeit fahren ein bis zwei Züge pro Woche, in Spitzenzeiten sind es drei. Das wird so bleiben." Denkbar sei allerdings, dass längere Züge zusammengestellt werden. "Auf dem Gelände der Firma Koops werden die Gleisanlagen weiter ausgebaut, um diese Zuglängen abfertigen zu können. Im Bereich des Glinder Bahnhofs wird sich aber nichts ändern."

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