Feuehrwehr im Einsatz

Fitnessstudio in Bargteheide ausgebrannt

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Fünf Wehren rückten am Mittwochmorgen zu einem Einsatz an der Bahnhofstraße in Bargteheide aus. Über eine Drehleiter versuchen die Kameraden den Brand zu löschen.

Fünf Wehren rückten am Mittwochmorgen zu einem Einsatz an der Bahnhofstraße in Bargteheide aus. Über eine Drehleiter versuchen die Kameraden den Brand zu löschen.

Foto: Christoph Leimig

Das Feuer war am Mittwochvormittag in der Sauna ausgebrochen. Fünf Wehren mit insgesamt 65 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Bargteheide. Dichte Rauchschwaden steigen am Mittwochvormittag über dem Bargteheider Stadtzentrum auf. Aus den Fenstern eines Gebäudes an der Bahnhofstraße, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, dringt schwarzer Qualm nach außen. Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht säumen die Innenstadt, die Polizei hat die Bahnhofstraße und den Parkplatz am Tremsbütteler Weg abgesperrt.

Der Grund: In einem Fitnesscenter im ersten Stock des Wohn- und Geschäftshauses war ein Feuer ausgebrochen. Bis in den frühen Nachmittag waren Dutzende Einsatzkräfte vor Ort.

Fitnessstudio in Bargteheider Stadtzentrum steht in Flammen

Um 8.44 Uhr war der erste Notruf bei der Leitstelle in Bad Oldesloe eingegangen. In den folgenden Minuten meldeten sich Dutzende weitere Bargteheider bei den Rettern. „Durch die starke Rauchentwicklung waren viele Menschen aus dem weiteren Umkreis auf das Feuer aufmerksam geworden“, sagt Einsatzleiter Thomas Peglau von der Bargteheider Wehr. Die Zentrale löste einen Großalarm aus, Retter der Wehren aus Bargteheide und den Nachbarorten Delingsdorf, Elmenhorst und Klein Hansdorf eilten mit zwölf Einsatzfahrzeugen zu dem Gebäude, darunter vier Krankenwagen. 65 Feuerwehrmänner waren vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen.

„Es war zunächst noch unklar, ob sich in dem Gebäude noch Menschen befinden“, sagt Peglau. Zum Glück habe sich diese Befürchtung nicht bestätigt. „Als wir eintrafen, hatten sich bereits alle Menschen aus dem Haus in Sicherheit bringen können.“ Verletzt wurde niemand. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Feuer in dem Fitnessstudio bereits ausgebreitet. Um in das Gebäude zu gelangen, fuhren die Feuerwehrmänner von außen mit einer Leiter am Gebäude hoch und schlugen die Scheiben ein.

Zur Debatte stand auch die Unterbrechung des Zugverkehrs

Während zwei Retter die Flammen von der Drehleiter aus bekämpften, betraten andere Kollegen unter Atemschutz das Gebäude, um von innen zu löschen. Die Hitze des Feuers soll so stark gewesen sein, dass die Visiere der Helme teilweise leicht schmolzen. „Es ist uns gelungen, eine Ausbreitung auf andere Stockwerke und Wohnungen zu verhindern“, sagt Peglau. Während der rund dreistündigen Löscharbeiten musste die Bahnhofstraße in beide Richtungen voll gesperrt werden.

Auch der nahe Parkplatz am Tremsbütteler Weg wurde abgesperrt. Dort errichteten die Retter ihre Einsatzzentrale. Zwischenzeitlich habe wegen der stark eingeschränkten Sicht durch die immense Rauchentwicklung auch eine Unterbrechung des Zugverkehrs zur Debatte gestanden, so Peglau. Die Strecke Hamburg–Lübeck, auf der unter anderem die Regionalbahnlinien RB81, RE80 und RE8 verkehren, verläuft direkt auf der Rückseite des Gebäudes. „In Rücksprache mit der Deutschen Bahn konnte darauf verzichtet werden“, sagt der Einsatzleiter.

Ursache für den Brand war vermutlich ein technischer Defekt

Das Feuer soll nach Angaben der Polizei Bargteheide in der Sauna des Fitnesscenters ausgebrochen sein. Ursache war mutmaßlich ein technischer Defekt. Das Studio sei zu dem Zeitpunkt, als das Feuer ausbrach, geöffnet, die Sauna in Betrieb gewesen. Die neue Corona-Landesverordnung sieht vor, dass Fitnesscenter wieder öffnen können. Allerdings dürfen sich nur maximal zwei Personen aus zwei Haushalten zeitgleich in einem Raum des Studios aufhalten.

Das Fitnessstudio wurde durch das Feuer vollkommen zerstört. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Polizei bislang keine Angaben machen. Die benachbarten Wohnungen und Geschäftsräume seien durch das Löschwasser und den Rauch in Mitleidenschaft gezogen worden. „Insgesamt hält sich der Kollateralschaden außerhalb des Studios aber in Grenzen“, so Einsatzleiter Peglau. Lediglich bei einer Wohnung müsse noch geklärt werden, ob sie weiterhin bewohnbar sei.

Nachlöscharbeiten gegen 12.30 Uhr abgeschlossen

Gegen 12.30 Uhr waren die Nachlöscharbeiten abgeschlossen und die letzten Einsatzkräfte konnten abziehen. Auch die Bahnhofstraße wurde am Mittag wieder freigegeben. Lediglich die zerborstenen Fensterscheiben und die verrußte Fassade zeugen noch von dem Feuer. Die Kriminalpolizei in Ahrensburg hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

( isa/cl )

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