Tierrettung

Dramatischer Einsatz in Grande: Pferd im Moor versunken

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Die Rettungskräfte mussten den Kopf des Pferdes hochhalten, damit das im Schlamm versunkene Tier überlebte.

Die Rettungskräfte mussten den Kopf des Pferdes hochhalten, damit das im Schlamm versunkene Tier überlebte.

Foto: christoph leimig / HA

Reithof-Mitarbeiter entdeckt Henry und bringt sich selbst in Gefahr. Feuerwehr fällt Bäume, um zum Einsatzort zu kommen.

Grande.  Zu einer dramatischen Rettungsaktion rückten am Mittwochnachmittag, 21. September, fünf Feuerwehren nach Grande aus. Um 16.50 Uhr war bei der Regionalleitstelle Süd, die für den Kreis Stormarn zuständig ist, der Notruf eingegangen. Ein Pferd war an einem Feldweg im Moor versunken und steckte fest. „Das Tier schwebte in akuter Lebensgefahr“, sagte ein Sprecher der Leitstelle auf Nachfrage dieser Zeitung.

Ein Stallbediensteter des Reiterhofes, auf dem „Henry“ steht, hatte ihn in der misslichen Lage gefunden. Nachdem der Angestellte beim Einholen der Pferde bemerkt hatte, dass eines der Tiere fehlt, machte er sich auf die Suche. Um das Schlimmste zu verhindern, begab er sich ebenfalls in Gefahr und hielt im Moor den Kopf des Pferdes hoch.

Feuerwehr muss fällt Bäume, um zum Einsatzort zu gelangen

Die Feuerwehren aus Grande, Witzhave, Ohe, Rausdorf und die Amtsfeuerwehr Trittau rückten zum Einsatzort an, um das Tier zu retten. Doch das war gar nicht so einfach. „Das unwegsame Gelände hat die Rettung sehr schwierig gemacht“, so der Leitstellensprecher. Ein Trecker und ein Bagger wurden zur Verstärkung angefordert. Mit Kettensäge, Schaufeln und Leitern bewaffnet versuchten die Beteiligten gemeinschaftlich, das Tier zu befreien.

Mit der Kettensäge wurden Bäume gefällt, damit der Trecker näher an das Pferd herankam. Henry wurde mit Händen und Schaufeln freigeschaufelt, sackte jedoch zwischendurch immer wieder tiefer ins Moor. Schließlich gelang es der Feuerwehr, zwei Schläuche unter den Bauch von Henry zu schieben. Mit der Frontgabel des Treckers wurde er nach einem intensiven Einsatz und über zweieinhalb Stunden aus dem Moor befreit.

Gegen 19.30 Uhr stand Henry wieder auf den Beinen. Zwei Tierärztinnen kümmerten sich um das Tier. Henry hatte Glück im Unglück: Trotz der Strapazen blieb er unverletzt. Er wurde beruhigt, gereinigt und zurück zum Stall gebracht. Auch der Reiterhofmitarbeiter, der sich im Moor um Henry kümmerte, blieb unverletzt. „Es war ein schwieriger Einsatz, aber letztendlich mit Happy End“, so der Leitstellen-Sprecher.

( jum )

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