Führungswechsel

Tobias Koch gibt CDU-Kreisvorsitz in Stormarn ab

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Lutz Kastendieck
Der CDU-Kreisvorsitzende Tobias Koch (l.) neben Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther.

Der CDU-Kreisvorsitzende Tobias Koch (l.) neben Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther.

Foto: Janina Dietrich / HA

Chef der Landtagsfraktion will sich stärker auf seine Aufgaben in Kiel konzentrieren. Nachfolgerin soll Marion Schiefer werden.

Ahrensburg.  Acht Jahre stand Tobias Koch an der Spitze des CDU-Kreisvorstands. Beim im November anstehenden Parteitag der Stormarner Christdemokraten will er aber nicht wieder für das Amt des Kreisvorsitzenden kandidieren. „Ich merke, dass mich meine Aufgaben in Kiel zunehmend stärker beanspruchen“, begründet er seinen Verzicht. Als seine Nachfolgerin hat Koch die 46 Jahre alte Reinbekerin Marion Schiefer vorgeschlagen.

Kürzlich hatte die CDU-Landtagsfraktion den 48 Jahre alten Ahrensburger für die laufende Legislaturperiode erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. „Das ist ein Vertrauensvorschuss, der mich sehr ehrt. Deshalb möchte ich mich dieser Aufgabe mit all meiner Kraft widmen“, erklärte Koch.

Nachfolgerin war seit 2014 Kochs Stellvertreterin

Andererseits habe aber auch die CDU Stormarn vollen Einsatz verdient. Der Kreisverband brauche, gerade im Hinblick auf die Mitte Mai kommenden Jahres anstehenden Kommunalwahlen, eine starke Führung, um die Herausforderungen vor Ort meistern zu können. Aus diesem Grund wolle er nicht wieder für den Kreisvorsitz kandidieren.

Unterdessen sei eine starke Nachfolgerin aus seiner Sicht bereits gefunden. Marion Schiefer ist seit 2014 neben Daniela Brunke, Lukas Kilian und Dennis Möck stellvertretende Kreisvorsitzende und seit 2015 zudem Mitgliederbeauftragte. Die gebürtige Wiesbadenerin ist seit 25 Jahren aktives CDU-Mitglied und wäre gemäß Landesliste nächste Nachrückerin in die Landtagsfraktion.

Schiefer wäre dritte CDU-Kreisvorsitzende im Land

Ihre politische Tätigkeit begann sie 1997 in der Jungen Union und der CDU in Wiesbaden. Dort war sie fast zwölf Jahre lang Stadtverordnete und zudem ein halbes Jahr Landtagsabgeordnete. Nach ihrem Berufseinstieg in der Justiz leitete sie unter anderem das Ministerbüro des hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit. Heute lebt die Juristin, die inzwischen wieder als Richterin tätig ist, mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in Reinbek.

„Eine bessere Nachfolgerin kann ich mir kaum vorstellen“, so Koch. Schiefer verfüge über viel politische Erfahrung und habe zudem die Persönlichkeit, die es für solch eine Aufgabe brauche. „Mit ihr hätte die CDU Schleswig-Holstein endlich die dritte weibliche von insgesamt 15 Kreisvorsitzenden“, sagt Koch.

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