Kultur

Rohrbruch im Bürgersaal Oststeinbek

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Kratzmann'scher Hof

Kratzmann'scher Hof

Foto: Doris Graff

Voller Elan wollte der Kulturring nach harten Coronajahren wieder durchstarten. Doch ein Wasserschaden nacht die Pläne zunichte.

Oststeinbek.  Mit voller Kraft voraus wollte der Oststeinbeker Kulturring nach den schweren Jahren der Pandemie in die neue Spielzeit starten. Doch nun macht ein Wasserschaden im Bürgersaal den Plänen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. „Es ist ein Rohr einer Warmwasserleitung gebrochen“, sagt Oststeinbeks Bürgermeister Jürgen Hettwer. Aus diesem Grund mussten alle kulturellen Veranstaltungen abgesagt werden. Allein der Kulturring musste bislang neun Veranstaltungen absagen, beginnend mit dem Comedy-Programm „Herr Holm“, das für den 9. September geplant war. „Wir werden versuchen, die Events in 2023 nachzuholen“, so Jürgen Graff vom Oststeinbeker Kulturring.

Der Parkettboden muss ausgetauscht werden

Bereits vor zwei bis drei Monaten war laut Hettwer aufgefallen, dass eine Holzplatte hochkam. Mittlerweile weiß man: „Der Parkettboden muss ausgetauscht werden“, so der Bürgermeister. Momentan könne der Bürgersaal aber zumindest noch für Sitzungen genutzt werden.

Vor einigen Tagen habe die Gemeinde die Freigabe der Versicherung erhalten. Als nächstes wird eine Ausschreibung erfolgen und eine Firma gesucht. „Wir hoffen, dass das alles möglichst schnell geht“, so der Bürgermeister. Aber: „Die Lage ist schwierig. Es gibt immer wieder Schwierigkeiten zum Beispiel mit Materiallieferungen.“ Der Bürgermeister hofft trotzdem, dass die Arbeiten nicht länger als zwei bis drei Monate dauern und bis Weihnachten dieses Jahres abgeschlossen sind. Für diesen Zeitraum müssen dann auch die politischen Sitzungen auf andere Räume verlagert werden.

30 bis 50 Veranstaltungen fallen dem Wasserschaden zum Opfer

„Inklusive aller Sitzungen und kulturellen Termine fallen 30 bis 50 Veranstaltungen dem Wasserschaden zum Opfer“, so Hettwer. Auch die Laienspielgruppe Oststeinbek sei betroffen. Ausweichmöglichkeiten gebe es für die kulturellen Veranstaltungen nicht wirklich. Hettwer: „Theoretisch höchstens die Turnhallen, aber die sind ja ebenfalls belegt, was ja auch gut ist.“ Abgesehen davon würden alternative Räumlichkeiten nicht die Eigenschaften wie Bühne oder Vorhang mitbringen, die es zum Beispiel benötige, um ein Theaterstück aufzuführen.

Nicht nur für die Bürger bedeutet der Wasserschaden, dass das kulturelle Angebot in diesem Jahr in Oststeinbek minimiert ist. Auch für den Kulturring und die betroffenen Künstlerinnen und Künstler sei das Saisonaus mehr als bitter, wie Jürgen Graff vom Kulturring betont: „Wir sind sehr enttäuscht über diese Entwicklung, da wir nach den überstandenen Corona-Wirrungen der letzten Jahre nun endlich voller Elan und Enthusiasmus in eine neue Spielzeit starten wollten. Nun werden wir wieder kräftig ausgebremst und unsere Planungen für den Herbst fallen buchstäblich ins Wasser.“

Künstlerinnen und Künstler haben sich verständnisvoll gezeigt

Nicht nur für die Künstlerinnen und Künstler, sondern auch für das Publikum bedauert Graff das: „Unsere vergangenen Veranstaltungen waren nahezu ausverkauft. Das zeigt uns, dass das Bedürfnis nach Kultur groß ist.“ Mit den Künstlerinnen und Künstlern habe Graff bereits Gespräche geführt. „Wir haben überlegt, ob wir die Veranstaltungen räumlich verlegen können. Da wir den Menschen, die auftreten, aber auch Ton- und Lichtstands bieten wollen, war das keine Option.“

Zum Glück hätten sich jedoch alle verständnisvoll gezeigt und nicht auf eine Ausfallgage bestanden. Nun hofften, so Graff weiter, alle Beteiligten, dass die Sanierungsarbeiten zügig beginnen und möglichst zeitnah abgeschlossen werden können, sodass zumindest zum Ende des Jahres der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

( jum )

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