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Starkregen führt zu Unfall und vollgelaufenen Kellern

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Der Starkregen in Stormarn führte zu vielen Rettungseinsätzen: Auf der A 21 kam ein Pkw mit drei Insassen von der regennassen Fahrbahn ab, rammte ein Verkehrsschild und kam auf der Böschung zum Stehen.

Der Starkregen in Stormarn führte zu vielen Rettungseinsätzen: Auf der A 21 kam ein Pkw mit drei Insassen von der regennassen Fahrbahn ab, rammte ein Verkehrsschild und kam auf der Böschung zum Stehen.

Foto: christoph leimig / Christoph Leimig

A 21 nach Unglück gesperrt. Woanders stürzte ein Dach teilweise ein, es gab vollgelaufene Keller und überflutete Straßen.

Bad Oldesloe/Barsbüttel. Die Gemeindewehr Bad Oldesloe und das Technische Hilfswerk (THW) mussten wegen Starkregens am Donnerstagabend zu 60 Einsätzen ausrücken. Ein 38 Jahre alter Hamburger, der mit einem weißen Mercedes-Kombi gegen 18.40 Uhr die A 21 zwischen den Anschlussstellen Bad Oldesloe-Süd und -Nord in Richtung Kiel befuhr, kam von der Fahrbahn ab, rammte ein Verkehrsschild und fuhr die Böschung herunter.

Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren vor Ort. Nach Angaben von Polizeisprecherin Jacqueline Fischer war vermutlich Aquaplaning der Auslöser für den Unfall. Sie sagt: „Auf der Fahrbahn stand zum Unfallzeitpunkt das Wasser.“

Starkregen in Stormarn: Autobahn wegen Bergung voll gesperrt

Die Autobahn sei in Fahrtrichtung wegen der Bergung für 20 Minuten voll gesperrt gewesen. Im Fahrzeug seien noch eine 60-Jährige und ein sieben Jahre alter Junge gewesen, der bei dem Unfall leicht verletzt worden und ins Krankenhaus transportiert worden sei. Der Schaden werde auf etwa 21.000 Euro geschätzt.

Kai-Uwe Gatermann, Ortswehrführer der Oldesloer Feuerwehr, sagt: „Ein Pkw, der in einer überfluteten Bahnunterführung stecken geblieben ist, wurde von einem Traktor herausgeschoben.“ In zwei Geschäftshäusern seien durch einen Wassereinbruch über die Dächer abgehängte Decken heruntergekommen. „Es sind dabei keine Personen zu Schaden gekommen.“

Dach von Lagerhalle hält Wassermassen nicht stand

Wegen überfluteter Straßen sei das Wasser vielfach über Schwellen in Gebäude eingedrungen und in Tiefgaragen und Fahrstuhlschächte gelaufen. „Wir hatten das volle Programm. In der ersten Phase war das richtig viel, aber es hat sich verteilt und wir konnten es nach und nach abarbeiten.“ Rund 20 Keller, so schätzt Gatermann, seien ausgepumpt worden. Die Feuerwehr war mit zehn Fahrzeugen im Einsatz, alle Arbeiten waren gegen Mitternacht abgeschlossen.

Markus Wölms von der Integrierten Rettungsleitstelle Süd berichtet von einer Lagerhalle in Barsbüttel, bei der ein Teil des Dachs eingestürzt und Wasser in die Halle eingedrungen sei. Die Feuerwehr habe das THW hinzugezogen, um das Dach abzustützen. Gegen 4.45 Uhr konnte auch dieser Einsatz beendet werden.

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