Unfall Stormarn

Auto rast in Radfahrer: Baby schwebt weiter in Lebensgefahr

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in Großensee wurde eine Familie aus Hoisdorf schwer verletzt.

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Großensee wurde eine Familie aus Hoisdorf schwer verletzt.

Foto: Christoph Leimig

Lübecker kommt in Großensee von der Fahrbahn ab und erfasst eine Familie. Die Ursache für den Unfall ist weiterhin unklar.

Großensee. Nach dem schweren Verkehrsunfall in Großensee (Kreis Stormarn) am späten Donnerstagnachmittag, bei dem zwei Menschen, darunter ein Kleinkind, lebensgefährlich verletzt wurden, ist die Ursache weiter unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Jacqueline Fischer, Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg.

Gegen 16.40 Uhr war ein 49 Jahre alter Lübecker auf der Sieker Straße aus Großensee kommend mit seinem Ford Galaxy nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und hatte eine junge Familie aus Hoisdorf erfasst.

Unfall in Großensee: Vater und Kleinkind in Lebensgefahr

Der 34 Jahre alte Vater stand mit seinem Fahrrad und dem etwa zwei Jahre alten Kleinkind im Anhänger sowie mit der 32 Jahre alten Mutter am Radweg. Sie wollten die Fahrbahn überqueren. Der 49-Jährige fuhr ungebremst in die Familie, überrollte den Fahrradanhänger, durchbrach einen Zaun und kam erst auf einem angrenzenden Feld zu Stehen.

Das im Anhänger sitzende Kleinkind sowie der 34 Jahre alte Mann wurden umgehend mit Rettungshubschraubern in ein Krankenhaus geflogen. Sie schweben weiter in Lebensgefahr. Die Mutter wurde schwer verletzt mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht.

Polizei beschlagnahmt Handy und ordnet Blutprobe an

Warum der Lübecker die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, ermittelt nun die Polizei. Hinweise darauf, dass der 49-Jährige unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, gebe es derzeit nicht, sagt Fischer. Die Ergebnisse aus der Untersuchung der Blutprobe des Fahrers stünden aber noch aus. Geprüft werde, ob der Fahrer möglicherweise abgelenkt war. „Deshalb wurde sein Handy zur Auswertung beschlagnahmt“, sagt Fischer. Auch ein medizinischer Notfall komme als Unfallursache in Betracht. Ebenso sei ein technischer Defekt am Auto möglich, der Wagen werde untersucht.

Auszuschließen sei aktuell mit großer Sicherheit lediglich eine vorsätzliche Tat. Noch am Donnerstagabend hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck einen Gutachter zum Unfallort geschickt, der den genauen Hergang rekonstruieren soll. Der Führerschein des Lübeckers wurde eingezogen.

( hib/fsn )

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