Bildung

Glinder Schule setzt Nachmittagsbetreuung fort

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Die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule ist in einem Gebäude mit dem Gymnasium untergebracht.

Die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule ist in einem Gebäude mit dem Gymnasium untergebracht.

Foto: HA

Das Projekt war befristet. Politik stimmt nun für dauerhaften offenen Ganztag an der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule.

Glinde.  Seit dem Sommer 2018 offeriert die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule in Glinde Nachmittagsbetreuung für Fünft- und Sechstklässler. Das Projekt war zunächst bis 2020 befristet, wurde dann um weitere zwei Jahre verlängert. Nun wird es dauerhaft. Das hat die Stadtvertretung auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Das Angebot ist eine freiwillige Leistung der Kommune.

Den Wunsch, die offene Ganztagsschule fortzuführen, hatte die Bildungseinrichtung kommuniziert. Die Auslastung könnte besser sein. Sie liegt bei 13 bis 20 Jungen und Mädchen pro Schuljahr. Für jenes, das nach den Sommerferien beginnt, bleiben zehn Kinder aus der jetzigen Gruppe dabei, zwei sind neu angemeldet, vier bis sechs weitere werden voraussichtlich dazustoßen. Derzeit werden 155 junge Menschen in den fünften und sechsten Klassen unterrichtet. Durch die Neuregelung kommt es nun zu einer Stellenentfristung. Eltern zahlen pro Monat für die Nachmittagsbetreuung 36 oder 60 Euro, je nachdem, wie viele Stunden der Nachwuchs vor Ort ist. Die Zeiten sind montags bis freitags von 12.30 bis 14 Uhr oder montags bis donnerstags von 12.30 bis 15 Uhr.

Bürgerentscheid verhinderte Fusion von Gemeinschaftsschulen

Die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule ist am Oher Weg in einem Gebäude mit dem Gymnasium untergebracht. An ihr ist das Abitur nicht möglich und damit spätestens nach der zehnten Klasse Schluss – im Gegensatz zur Gemeinschaftsschule Wiesenfeld. Die Politik hatte eine Fusion der beiden Gemeinschaftsschulen zum Sommer 2018 beschlossen. Die Lehranstalt in Wiesenfeld sollte zur Sönke-Nissen-Schule ziehen und mit dem Gymnasium die Räume tauschen. Es kam zu einem Bürgerentscheid. Diesen hatte die Wiesenfelder Elterninitiative „Interessengemeinschaft Schulvielfalt in Glinde“ durch ein vorheriges Bürgerbegehren herbeigeführt. Das Votum am 24. September 2017 war eindeutig: 64,9 Prozent der Wahlberechtigten beantworteten die Frage „Sind Sie für den Erhalt von zwei unabhängigen Gemeinschaftsschulen mit eigenem Schulprofil am Schulstandort Glinde?“ mit „Ja“.

( suk )

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