Kultur

Wo Sie am Museumstag Geschichte(n) erleben können

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Elvira Nickmann
Im Schloss Ahrensburg erwartet Gäste ein Programm mit Musik, Handwerk und kostümierten Herrschaften. Manche erzählen aus ihrem Leben.

Im Schloss Ahrensburg erwartet Gäste ein Programm mit Musik, Handwerk und kostümierten Herrschaften. Manche erzählen aus ihrem Leben.

Foto: Schloss Ahrensburg

Einige Stätten in Stormarn und Herzogtum Lauenburg bieten Sonntag, 15. Mai, besondere Aktionen. Neue Broschüre listet Kulturorte auf.

Bad Oldesloe. Rechtzeitig zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 15. Mai, ist eine neue Broschüre erschienen, die einen Überblick über Museen, Galerien und Sammlungen in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg gibt. Die darin vorgestellten, unter dem Begriff Kulturorte zusammengefassten 35 Stätten zeigen, wie vielfältig das regionale Angebot ist. In unserer heutigen Ausgabe stellen wir eine Auswahl der Museen vor, die am Museumstag ein Sonderprogramm bieten.

Im Schloss Ahrensburg (Lübecker Straße 1) warten von 11 bis 17 Uhr Musik, altes Handwerk und barocke Herrschaften auf die Besucher. Einige berichten von ihrem Leben als Dienstboten. Erwachsene können bei einem tierischen Suchspiel mitmachen. Die Führung um 12 Uhr ist für Familien gedacht. Ab 14.30 Uhr erfahren Besucher anhand vor Porträtbildern Wissenswertes über frühere Schlossbewohner. Erwachsene zahlen acht Euro Eintritt, Kinder ab vier Jahren 3,50 Euro, Familien 13/18 Euro.

Im A. Paul Weber-Museum (Domhof 5) in Ratzeburg beginnen Kurzführungen durch die Sonderausstellung „Natur und Umwelt – Kritische Lithographien und Zeichnungen von A. Paul Weber“ jeweils um 11 und 14 Uhr. Kinder erleben um 12 und 15 Uhr eine spannende Lesung und können sich anschließend an einer Schnitzeljagd beteiligen. Die A. Paul Weber-Gesellschaft informiert über ihre Arbeit. Kinder und Jugendliche können eine Museumsrallye unternehmen.

Das gilt auch für das Kreismuseum Herzogtum Lauenburg (Domhof 12), das nebenan liegt. Besucher erkunden bei kurzen Führungen (13/16 Uhr) die aktuelle Ausstellung „Frühe Berufsfotografie“. Sie können das Weben im Selbstversuch kennenlernen und Kerzen fertigen. Beide Museen haben von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Auch im GeesthachtMuseum! wird Besuchern von 10 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt einiges geboten: Sie dürfen sich an einer historischen Druckmaschine im Buchdruck versuchen (10.30 bis 15.30 Uhr). Kinder ab sechs Jahren können beim Workshop (13 bis 16 Uhr) zum Thema Zukunftsträume kreativ werden. Teilnahmevoraussetzung ist eine Anmeldung bis Sonnabend, 14. Mai, an touristinfo@geesthacht.de. Glaskünstler Holm Lilie führt um 11 und 12.20 Uhr durch seine aktuelle Ausstellung.

Beim Aktionstag im Eisenbahnmuseum Lokschuppen in Aumühle gibt es in der Zeit von 11 bis 17 Uhr viel zu entdecken und auszuprobieren. Im Angebot sind Fahrzeugschau und Dia- und Filmvorführungen. Kleine und große Fans können mittels original Fahrschalter selbst Modellstraßenbahnen steuern. Oder Fahrten auf der Draisinen- oder Feldbahn unternehmen oder das Lehrstellwerk begutachten. Wer mag, klettert in die historischen Schienenfahrzeuge und spürt dem Gefühl der Reisenden von anno dazumal nach. Erwachsene zahlen drei Euro Eintritt, Kinder einen Euro.

Das Eisenbahnmuseum liegt am östlichen Ortsrand von Aumühle auf der Nordseite der Bahnstrecke Hamburg–Berlin direkt neben den Abstellgleisen der S-Bahn. Einen direkten Zugang gibt es nur über den Waldweg, der von der Straße Am Mühlenteich abzweigt. Er verläuft nördlich der Bahnstrecke, verbindet Aumühle mit Friedrichsruh und ist für Fahrzeuge gesperrt ist.

Von Aumühle ist es nur ein Katzensprung bis zum Bismarck-Museum in Friedrichsruh (Am Museum 2). Einen Überblick über die Sammlung können sich Besucher bei der geführten Tour (11 bis 12 Uhr) verschaffen. Auf einer Führung durch den Ort (15 bis 17.30 Uhr) erfahren Teilnehmer Wissenswertes über die Geschichte besonderer Orte und Häuser, zu denen auch der Historische Bahnhof und das Bismarck-Museum zählen. Der Eintritt ins Museum und die Tour durch das Haus sind kostenfrei. Die Führung durch den Ort startet im Museum und kostet sieben Euro, telefonische Voranmeldung unter 04104/977 10.

Federführend bei der Broschüre ist der Kulturknotenpunkt Südost, eine Kooperation des Stabsbereichs Kultur des Kreises Stormarn und der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Henning Görtz, Landrat des Kreises Stormarn, sagt: „Über die neue Broschüre werden die Kulturorte in der Region gestärkt, indem sie gebündelt werden und dadurch sichtbarer sind – für uns in der Region, aber auch für Tagestouristen und Urlauber. Alle sind herzlich eingeladen, zu einer Entdeckungsreise durch beide Kreise – es gibt viel zu erkunden.“

Meinhard Füllner, Kreispräsident im Herzogtum Lauenburg, meint: „Unsere Museen sind ein Kern für die kulturelle Identität unserer Kreise, die viele Menschen nicht kennen. Die gemeinsame Broschüre ist ein Weg, das zu ändern. Kultur braucht ohnehin keine Grenzen.“

Broschüre „KulturOrte“ liegt in den teilnehmenden Kulturorten aus, ist online unter www.kultur-stormarn.de und www.stiftung-herzogtum.de abrufbar. Das komplette Programm des Internationalen Museumstags findet sich unter www.museumstag.de.

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