Corona-Krise

35 Bürgermeister fordern mehr Geld für Kinder und Familien

Kinderfreundliche Kommunen betrachten die Interessen und Belange von Kindern als immanenten Bestandteil ihres Krisenmanagements.

Kinderfreundliche Kommunen betrachten die Interessen und Belange von Kindern als immanenten Bestandteil ihres Krisenmanagements.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Verein Kinderfreundliche Kommunen will, dass das Corona-Aufhol-Paket längerfristig zur Verfügung gestellt wird.

Bargteheide.  Bürgermeister aus 35 Städten und Gemeinden, die am Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ teilnehmen, haben jetzt in einem „Kinderpolitischen Zwischenruf“ gefordert, die Belange von Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Familien während der Corona-Krise stärker in den Blick zu nehmen. „Das Kindeswohl hat bei der Planung der notwendigen Maßnahmen seitens des Bundes und der Länder viel zu selten im Fokus gestanden“, heißt es in dem Aufruf, der auch von der Bargteheider Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht unterschrieben worden ist.

Um den negativen Folgen der Pandemie begegnen zu können, müsse das Fördergeld des Corona-Aufhol-Pakets längerfristig zur Verfügung gestellt werden, so die unterzeichnenden Stadtoberhäupter. Da die Folgen der Pandemie nicht kurzfristig behoben werden könnten, brauche es mehr Finanzmittel für den qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung, Fortbildungen pädagogischer Fachkräfte zur psychosozialen Begleitung von Kindern und Jugendlichen, den Ausbau entsprechender Anlaufstellen sowie mehr politische Partizipationsmöglichkeiten für junge Menschen.

Köln hat Streaming-Angebot für Jugendliche entwickelt

Die Kinderfreundlichen Kommunen betrachten die Interessen und Belange von Kindern als immanenten Bestandteil ihres Krisenmanagements. So hat die Stadt Köln ein Streaming-Angebot entwickelt, über das sich Schüler mit ihren Sorgen und Nöten an Fachämter wenden können. Die Bürgermeister der Städte Regensburg und Mannheim haben sich direkt mit Jugendlichen getroffen, um ins Gespräch zu kommen.

„Das sind gute Beispiele, die zeigen, dass wir ein rechtebasiertes, feingliedriges Krisenkonzept brauchen, das Kommunen in ihren Handlungsmöglichkeiten zur Achtung der Kinderrechte nicht einschränkt, sondern diese unterstützt und bestärkt“, so Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen.

( luka )

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