Trittau

Mit dem Auto über den Sportplatz - schwere Schäden

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Unbekannte sind nachts mit einem Auto über den Sportplatz des TSV Trittau gefahren und haben schwere Schäden angerichtet.

Unbekannte sind nachts mit einem Auto über den Sportplatz des TSV Trittau gefahren und haben schwere Schäden angerichtet.

Foto: Jens Hoffmann / HA

Schock für Nachwuchsfußballer des TSV Trittau: Unbekannte haben mit einem Auto den Sportplatz an der Großenseer Straße beschädigt.

Trittau. In Trittau haben Unbekannte in der Nacht zum Dienstag den Zingelmann-Sportplatz des TSV Trittau an der Großenseer Straße mit einem Auto befahren und dabei großen Schaden angerichtet. Der erste Vorsitzende des TSV Trittau, Jens Hoffmann, hat sich am Dienstagmorgen vor Ort einen Eindruck davon verschafft, was der oder die Täter auf dem Rasenplatz angerichtet haben.

Das Tor zum Gelände sei nicht verschlossen gewesen, so Hoffmann. Denn auf dem Gelände befinde sich ein Funkturm, zu dem die Telekom jederzeit freien Zugang haben müsse. Er habe schon des Öfteren Jugendliche angesprochen, die sich immer mal wieder abends auf dem frei zugänglichen Gelände treffen. „Das ist auch alles in Ordnung. Ich habe sie nur gebeten, dass sie nichts liegenlassen.“ Aber es gebe unter den jungen Leuten auch leider ein paar, „die sind völlig neben der Spur“. Wenn man sich auf dem Parkplatz treffe und „wilde Sau“ spiele, wie in diesem Fall geschehen, sei das vollkommen daneben.

Verein setzt Belohnung für Hinweise Täter aus

Die Tat dürfte Konsequenzen haben, vielleicht auch für die Täter. Der TSV hat eine Belohnung von 250 Euro für Hinweise, die zu deren Ergreifung führen, ausgesetzt. Besonders ärgerlich ist, dass der gesamte Trainingsbetrieb betroffen ist. „Das umfasst die Mädchen und Jungen der D-, E- und F-Mannschaften der Fußball-Jugend“, sagt Hoffmann. Ein Wachsen des Rasens sei erst ab 5 Grad Celsius möglich, weshalb die Schäden auch nicht kurzfristig beseitigt werden könnten.

Mirco Sellhorn, der Platzwart, sagt: „Wir versuchen jetzt mit zwei, drei Mann, die Löcher mit gesiebtem Mutterboden aufzufüllen und anschließend zu walzen und hoffen, dass wir die restlichen Jugendspiele in diesem Jahr noch stattfinden lassen können.“ Er habe den Schaden am heutigen Dienstagmorgen bei seiner „Maulwurfsrunde“ entdeckt.

Täter sollen Wiedergutmachung leisten können

Der Verein verzichte auf eine Anzeige. „Da kommt ja doch nichts dabei raus.“ Stattdessen hoffe er darauf, dass die Verursacher „auf uns zukommen“. Sollte das geschehen, drohe ihnen nichts Schlimmes, aber eine Art Wiedergutmachung. „Die dürften dann nächstes Jahr zur Rehabilitation mit mir den Platz machen“, stellt Sellhorn in Aussicht.

Um solchen Vorkommnissen künftig einen Riegel vorzuschieben, will der TSV-Vorsitzende Jens Hoffmann „jetzt einen Antrag bei der Gemeinde für ein Gehweggeländer auf der gesamten Länge stellen, damit man nicht mehr auf den Platz hinauffahren kann“. Die Kosten für das etwa 100 Meter lange Geländer schätzt er auf rund 13.000 Euro.

( nick )

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