Katastrophenschutz

Stormarn erhält vom Land mobiles Notstromaggregat

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Hier werden Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks bei der Bedienung eines kleinen, mobilen Notstromaggregats geschult.

Hier werden Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks bei der Bedienung eines kleinen, mobilen Notstromaggregats geschult.

Foto: THW

Mit dem 300.000 Euro teuren, leistungsstarken Gerät soll die technische Infrastruktur bei Stromausfällen gestärkt werden.

Bad Oldesloe.  Während in Hammoor der Innenausbau des neuen Stormarner Katastrophenschutzzentrums zügig voranschreitet, erfolgt in der kommenden Woche der nächste Schritt bei der Aufwertung der technischen Infrastruktur. Dann nämlich erwartet die Kreisverwaltung die Anlieferung eines 300.000 Euro teuren, leistungsstarken Notstromaggregats. „Wir werden das Gerät erst einmal in die Feuerwehrtechnische Zentrale des Kreises in Nütschau transportieren lassen, bevor es später nach Hammoor überführt wird“, sagte Andreas Rehberg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Gefahrenabwehr.

Gerät soll Kreis gegen Blackout wappnen

Stormarn gehört neben dem Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie den kreisfreien Städten Flensburg, Neumünster und Kiel zu den ersten Empfängern der vom Land Schleswig-Holstein finanzierten Aggregate. Jede der auf Anhänger montierten so genannten Netzersatzanlagen erzeugt bis zu 250 Kilovoltampere (kVA). Ein großer Vorteil besteht darin, dass beliebig viele von ihnen gekoppelt werden können.

„Unsere Rettungs- und Sicherheitskräfte sind auf Elektrizität angewiesen. Deshalb wird jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt eines der Geräte erhalten“, so Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Zwei von ihnen würden beispielsweise schon ausreichen, um ein durchschnittliches Kreiskrankenhaus im Notfall zuverlässig mit Strom zu versorgen. Künftig könnten die Katastrophenschutzbehörden im Falle eines Blackouts die Anlagen zudem in einem betroffenen Gebiet zusammenziehen.

Aggregate auch bei Veranstaltungen nutzbar

„Auch und gerade unsere moderne Gesellschaft muss auf einen Ausfall der Stromnetze vorbereitet sein“, betonte die Ministerin. Weitere Einsatzmöglichkeiten seien etwa die Versorgung von Hilfsorganisationen bei größeren Veranstaltungen, wenn kein Anschluss an die Stromversorgung möglich ist, oder das Betreiben von Notfallstationen bei Evakuierungen.

Zuvor hatte das Land allen Kreisen und kreisfreien Städten bereits zwei kleinere, dieselbetriebene Notstromaggregate für Bedarfstankstellen zur Verfügung gestellt. „Eine haben wir bereits im Gewerbegebiet Wesenberg unweit der A-1-Abfahrt Reinfeld ertüchtigt“, so Rehberg. Ansonsten seien die Aggregate künftig im Bedarfsfall auch über die Integrierte Einsatzleitstelle abrufbar.

( luka )

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