Stolpersteine

Ahrensburger initiieren Gang des Erinnerns an NS-Zeit

Dieser Stolperstein in Ahrensburg erinnert an Anneliese Oelte. Er wurde 2003 in der Ernst-Ziese-Straße 2 gesetzt.

Dieser Stolperstein in Ahrensburg erinnert an Anneliese Oelte. Er wurde 2003 in der Ernst-Ziese-Straße 2 gesetzt.

Foto: HA

Gang des Erinnerns am 9. November in Ahrensburg: Schüler werden an verschiedenen Orten sprechen über Gewaltherrschaft des NS-Regimes.

Ahrensburg.  Der Runde Tisch Ahrensburg für Zivilcourage und Menschenrechte veranstaltet am Dienstag, 9. November, den zehnten Gang des Erinnerns und der Ermutigung. Er beginnt um 16 Uhr an der Ecke Hagener Allee/Ernst-Ziese-Straße. An jedem der sechs Stolpersteine in der Schlossstadt wird gestoppt. Jungen und Mädchen aus vier Schulen erklären, wem die kleinen Gedenksteine gelten. Sie haben sich im Unterricht mit der Gewaltherrschaft des NS-Regimes auseinandergesetzt und mit den Folgen für jene Ahrensburger, die damals aus der Gesellschaft ausgestoßen, entrechtet, verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

Zum Abschluss auf dem Rathausvorplatz sprechen Schüler und Schülerinnen der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule über die Verfolgung von Homosexuellen während der Herrschaft der Nationalsozialisten und über die Bedeutung der Progromnacht für die deutsche Geschichte. Vom 9. auf den 10. November 1938 zogen viele Anhänger von Adolf Hitler durch die Straßen, zerstörten jüdische Geschäfte sowie Wohnungen und raubten diese aus. Außerdem zündeten sie mehr als 2000 Synagogen an. Harald Schmid, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, wird sich auf dem Rathausvorplatz ebenfalls zu dem Thema äußern.

( suk )

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