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Wie Schüler im Kreis Stormarn zu Fake-Jägern werden

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Fake News auf der Spur: Siebtklässler des Gymnasiums Eckhorst beteiligen sich am Projekt „Fake Hunter".

Fake News auf der Spur: Siebtklässler des Gymnasiums Eckhorst beteiligen sich am Projekt „Fake Hunter".

Foto: Eckhorst Gymnasium

Projekt der Büchereizentrale Schleswig-Holstein am Gymnasium Eckhorst in Bargteheide soll Medienkompetenz fördern.

Bargteheide.  Im Zeitalter von alternativen Fakten und raffinierten Fake News ist es gut, wenn man wahre von falschen Informationen unterscheiden kann. Diesem Ziel hat sich die Büchereizentrale Schleswig-Holstein mit dem Projekt „Fake Hunter“ verschrieben. „Wir möchten unsere Kompetenzen in der Vermittlung von Informations- und Recherchekompetenz nutzen, um Schülerinnen und Schülern einen kritischen und sachgerechten Umgang mit digitalen und analogen Medien nahezubringen“, erläutert Antje Wengorz von der Stadtbibliothek Bargteheide.

Einer der ersten Kooperationspartner ist das Gymnasium Eckhorst, das ebenso wie die Büchereizentrale SH Mitte Februar dieses Jahres mit dem Medienkompetenzpreis des Landes ausgezeichnet worden ist. Mit Beginn des neuen Schuljahres ist Wengorz als Referentin durch alle siebten Klassen des Gymnasiums gezogen, um in einem Planspiel anhand konkreter Beispiele Fake News auf die Spur zu kommen.

Thema Corona als exemplarisches Beispiel

„Was heute im Netz so aussieht wie eine Nachricht, ist nicht zwangsläufig eine. Da ist es entscheidend, sich Werkzeuge angeeignet zu haben, um echte Berichterstattung von Falschmeldungen unterscheiden zu können“, sagt Michael Schwarz, Leiter des Lern- und Medienzentrums am Gymnasium Eckhorst.

In verschiedenen Teams haben sich die Schüler in den vergangenen Wochen intensiv und mit viel detektivischem Eifer auf die Suche nach Fake News gemacht und sich dabei erarbeitet, wie man diese erkennen kann. Dabei spielte unter anderem der Umgang mit dem Thema Corona eine Rolle, weil er das Vorgehen exemplarisch verdeutlicht.

Schülern wird auf Augenhöhe begegnet

„Es gibt Leute, die uns auf ihre Seite locken wollen und deswegen falsche Sachen sagen. Zum Beispiel, dass es gar kein Corona gibt“, erklärt Fake-Jägerin Emily. Wer sich mit der Pandemie und deren Folgen aber auskenne, könne rasch erkennen, dass es eine Behauptung sei, die nicht zutreffe.

„Überzeugend an dem Projekt ist, dass es den Schülern auf Augenhöhe begegnet und nicht von oben herab“, sagt Justus Lehmann, der seit Beginn des Schuljahres als Bundesfreiwilligendienstler im Lern- und Medienzentrum der Schule arbeitet. „Dadurch, dass sie sich selbst so aktiv einbringen können, prägen sie sich die Unterschiede zwischen wahr und falsch einfach besser ein und Spaß macht es noch dazu“, ist Bufdi Lehmann überzeugt.

( luka )

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