Theaterstück

Theater Hoisdorf zeigt Komödie über Ehe(un)willige

| Lesedauer: 4 Minuten
Elvira Nickmann
Auguste (Annette Hentschel, v. l.), Holger (Marek Kröger) und Beata (Marta Baranowski) holen sich hilfreiche Tipps von Sigrid (Lara-Lena Bennien).

Auguste (Annette Hentschel, v. l.), Holger (Marek Kröger) und Beata (Marta Baranowski) holen sich hilfreiche Tipps von Sigrid (Lara-Lena Bennien).

Foto: Elvira Nickmann

„Darum prüfe, wie man sich ewig windet“ hat am 19. November in Großhansdorf Premiere. Viel Situationskomik und Slapstickeinlagen.

Hoisdorf. Es könnte alles so gut laufen für Sigrid Rapp (Lara-Lena Bennien). Denn die Inhaberin eines Eheanbahnungsinstituts kann sich nun wirklich nicht über einen Mangel an Kunden, die mit ihrer Hilfe den Zielhafen Ehe ansteuern wollen, beklagen. Wäre da nicht Bernie Bleibtreu (Timo Hilkenbach), der sein Eheverhinderungsinstitut „LEDIGlich glücklich“ ausgerechnet neben ihrem Büro eröffnet hat. Der nervtötende Nachbar hat genau das Gegenteil ihres Geschäftsmodells im Sinn, denn er berät seine Klientel, wie sich der Hafen der Ehe am besten umschiffen lässt.

Gegenläufige Interessen treffen aufeinander

Das neue Stück des Theaters Hoisdorf „Darum prüfe, wie man sich ewig windet“ ist eine Komödie, die es in sich hat. Weil darin völlig gegenläufige Interessen aufeinandertreffen, kommt es zwangsläufig zu Konflikten, die zu jeder Menge Situationskomik und Verwicklungen führen. Skurrile Charakterzüge und Eigenheiten der handelnden Personen sowie überraschende Wendungen tragen ein Übriges dazu bei, dass das Geschehen auf der Bühne für die Zuschauer so unterhaltsam wie spannend bleibt.

Die Premiere ist am Freitag, 19. November, im Waldreitersaal Großhansdorf. Eine zweite Aufführung ist einen Tag später, weitere sechs sind für Anfang des kommenden Jahres geplant.

Publikum wünscht sich Komödien und Krimis

Seit Mitte Juli trifft sich das zehnköpfige Darstellerensemble des Theaters Hoisdorf wieder regelmäßig zu Proben auf der Tenne eines Bauernhofs. Regisseurin Heike Meyer ist erleichtert, dass die Zeit der Online-Proben endlich vorbei ist. Sie sagt: „Auf die Dauer war das ermüdend, steril und langweilig. Seit wir uns das erste Mal wieder live gesehen haben, freuen wir uns jeden Donnerstag, dass wir wieder proben dürfen.“

Meyer berichtet, dass das Theater Hoisdorf ein sehr treues Publikum hat, auf dessen Wunschliste vor allem Komödien und Krimis stehen. Konkret heißt das: „Unsere Zuschauer wollen Schenkelklopfer, sie wollen lachen.“ Anforderungen, die das neue Theaterstück in jedem Fall erfüllen dürfte.

Drei Neueinsteiger finden gut in Rollen hinein

Das wirkt sich auch auf die Darsteller aus. Zu Beginn der Probe muss sich die Regisseurin bei der fröhlichen Runde erst einmal Gehör verschaffen und Disziplin einfordern. Drei Rollen mussten in der Pandemiezeit neu besetzt werden. Doch für die Neueinsteiger sei das kein Problem gewesen, so Meyer. Sie lobt: „Alle haben sich gut hineingefunden und das klasse gemacht.“

Schauplatz des Bühnengeschehens sind die beiden Büros, die durch eine halb abgebrochene Mauer getrennt sind. Das erleichtert das Spiel für die Darsteller auf beiden Seiten der Bühne, da deren Texte aufeinander abgestimmt sind. Für die Gestaltung der rückwärtigen Wand hat sich das Team etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Protagonisten durchlaufen erstaunliche Wandlung

„Wir haben ein gutes Händchen für die Rollenbesetzung“, sagt Meyer und spricht damit auch für Co-Regisseurin Katja Hilkenbach. Beispielsweise bei Holger (gespielt von Marek Kröger), dem Tollpatsch, der für seine Angebetete Carolin (Laura Kominek) eher Fluch als Verheißung ist. Auguste (Anette Hentschel) und Albert (Tim Kröger) sind zwei Senioren, die als Kunden gar nicht so leicht zu händeln sind. Beata (Marta Baranowski) zieht hingegen alle Register. Doch Ullrich (Toni Sattler) ist das zu viel des Guten, er sucht Bernies Rat.

Die Finanzbeamtin (Annett Plaep) liebt Zahlen mehr als Menschen. Dann ist da noch die Putzfrau (Katja Hilkenbach), der eine Schlüsselrolle zukommt. So mancher der Protagonisten durchläuft eine erstaunliche Wandlung. Und wer meint, das Ende schon im Vorhinein zu wissen, sollte sich lieber nicht in Sicherheit wiegen – eine Überraschung kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Termine und wo es Tickets im Vorverkauf gibt:

Termine 2021: Fr 19.11. und Sa 20.11.

Termine 2022: Fr 21.1., Sa 22.1., Fr 28.1., Sa 29.1., Fr 4.2., Sa 5.2.

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr im Waldreitersaal Großhansdorf, Barkholt 64. Karten zu 14 Euro können online unter www.theaterhoisdorf.de/karten-reservieren/ vorbestellt werden. Vorverkaufsstellen gibt es in Großhansdorf bei Schreibwaren Wilbert (Eilbergweg 5c), in Siek im Bürgerbüro (Hauptstraße 49) und in Ahrensburg in der Buchhandlung Stojan (Hagener Allee 3a).

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