Online-Abstimmung

Naturschutzbund sucht den Vogel des Jahres 2022

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Mit dem Federkamm und dem langen Schnabel ist der Wiedehopf der auffälligste der Kandidaten.

Mit dem Federkamm und dem langen Schnabel ist der Wiedehopf der auffälligste der Kandidaten.

Foto: Jörg Stemmler / NABU/CEWE/Jörg Stemmler

Nabu und Landesbund für Vogelschutz stellen fünf Kandidaten zur Wahl. Interessierte können im Internet für ihren Favoriten abstimmen.

Ahrensburg.  Der Naturschutzbund (Nabu) und der bayrische Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen zur Wahl zum Vogel des Jahres 2022 auf. Im vergangenen Jahr hatten die Organisationen erstmals auf eine interne Auswahl verzichtet und allen Interessierten die Entscheidung überlassen. „Bei der ersten öffentlichen Wahl haben sich über 455.000 Menschen beteiligt, eine überwältigende Beteiligung“, sagt Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Sie kürten das Rotkehlchen zum Gewinner.

Naturschutzbund ruft zur Wahl zum Vogel des Jahres 2022 auf

Diesmal stehen fünf Kandidaten zur Wahl. „Jeder der Vögel steht für ein Naturschutzthema, das unsere Aufmerksamkeit braucht“, sagt Miller. Gleich drei Zugvögel sind auf der Liste zu finden. „Sie leiden besonders unter dem Klimawandel, da sie auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten angewiesen sind“, so der Nabu-Geschäftsführer. Der Mehlschwalbe mache das Insektensterben, die ihre Hauptnahrungsquelle bilden, zu schaffen. Zudem würden die Nistplätze des Gebäudebrüters etwa bei Sanierungen entfernt.

Mehlschwalbe und Steinschmätzer legen bis zu 30.000 Kilometer zurück

Der Steinschmätzer, wie die Mehlschwalbe mit rund 30.000 zurückgelegten Kilometern je Jahr ein Langstreckenzieher, büße seinen Lebensraum ein, weil es immer weniger offenes, vegetationsarmes Gelände gebe. Der Wiedehopf, mit seinem langen Schnabel und seinen orangefarbenen Scheitelfedern der optisch spektakulärste Kandidat, lebt vor allem im Süden Deutschlands. „Die Art wäre deutlich häufiger, wenn es mehr halboffene Landschaften mit vielen Insekten gäbe, wie Weideflächen oder pestizidfreie Weinberge“, so Miller.

Bis zum 18. November kann im Internet abgestimmt werden

Der Feldsperling ist der wohl bekannteste der fünf Kandidaten. Die Spatzenart habe nach der Brutzeit ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Vögel versammeln sich gern in Sträuchern. Der Bluthänfling, eine Finkenart, sei bedroht, weil er in monotonen Ackerlandschaften keinen Lebensraum finde. Abgestimmt werden kann bis zum 18. November unter www.vogeldesjahres.de.

( fsn )

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