Bürgermeisterwahl

Ahrensburgs Grüne verzichten auf eine Empfehlung

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Ahrensburg sucht seinen neuen Cehf fürs Rathaus.

Ahrensburg sucht seinen neuen Cehf fürs Rathaus.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA / Henrik Bagdassarian

Partei ruft dazu auf, bei der Stichwahl für den Kandidaten zu stimmen, der für „ein gutes Klima“ in der Stadt sorgt.

Ahrensburg.  Die Ahrensburger Grünen haben in einer Mitgliederbefragung ausgelotet, ob sie für die Bürgermeister-Stichwahl eine Empfehlung aussprechen wollen. Das Ergebnis: Die Partei stellt sich weder auf die Seite des von der CDU nominierten Thomas Schreitmüller (53) noch auf die des SPD-Kandidaten Eckart Boege (43). Der Ortsvorstand ruft allerdings dazu auf, für den Kandidaten zu stimmen, der „für ein gutes Klima“ in Ahrensburg sorgt.

„Gemeinsam für ein gutes Klima“ war auch der Wahlslogan des Grünen-Bewerbers Christian Schubbert. Der langjährige Stadtverordnete war im ersten Wahlgang mit 23,1 Prozent der Stimmen gegen Schreitmüller (42,4) und Boege (34,5) ausgeschieden. „Gerade beim nachhaltigen Umweltschutz haben die verbliebenen Kandidaten auch in den Gesprächsrunden unterschiedliche Reaktionen gezeigt“, sagt Claudia Brüggemann, Sprecherin des Ortsvorstands.

Beide Bewerbe sind sonnabends auf dem Rondeel zu sprechen

Die Grünen rufen alle Bürger auf, an der Stichwahl am Sonntag, 17. Oktober, teilzunehmen. Sie raten, sich die Aussagen der beiden Bewerber noch einmal genau anzuschauen. So sind Aufzeichnungen von Vorstellungsterminen weiterhin im Internet zu finden. Konkrete Fragen können sonnabends auf dem Rondeel gestellt werden, wo Schreitmüller und Boege weiterhin ihre Stände aufbauen.

„Klimaschutz ist eine der wichtigsten und größten Aufgaben für die kommenden Jahre und Jahrzehnte“, hatte Eckart Boege im Abendblatt-Fragebogen zum Thema gesagt. „Das ist auch ein wesentlicher Antrieb für meine Kandidatur als Bürgermeister: Ahrensburg zu einem Vorbild zu machen, wie Natur- und Klimaschutz auf kommunaler Ebene wirksam, bezahlbar und sozial ausgewogen gestaltet werden kann.“ Die Stadt müsse bestehende Beschlüsse konsequent und zügig umsetzen.

Linke hat sich für SPD-Mann Eckart Boege ausgesprochen

Thomas Schreitmüller meinte: „Mir ist eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Ahrensburg wichtig. Klimaschutz ist Teil der ökologischen Ausrichtung der Stadt.“ Das Klimaschutzkonzept der Stadt aus 2015 sei zu einem Klima-Aktionsplan gemeinsam mit den Bürgern fortzuschreiben. „Dabei sind auch soziale und finanzielle Belange zu berücksichtigen.“ Das Konzept habe auch die Vorbildwirkung der Stadt zu beinhalten.

Die Linke in Ahrensburg hat nach dem ersten Wahldurchgang empfohlen, jetzt für Eckart Boege zu stimmen. Mit dem Sozialdemokraten gebe es am ehesten inhaltliche Überschneidungen, beispielsweise beim sozialen Wohnungsbau und bei finanzierbarer Kinderbetreuung. FDP und Wählergemeinschaft WAB bleiben dabei, keine offizielle Unterstützung auszusprechen. Amtsinhaber Michael Sarach (67) geht Ende April 2022 nach zwölf Jahren als Chef im Rathaus in den Ruhestand.

( kx )

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