Lütjensee

Politiker stimmen für Erweiterung von Seniorenheim

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Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler (CDU) hätte sich eine deutlichere Zustimmung zu dem Vorhaben gewünscht.

Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler (CDU) hätte sich eine deutlichere Zustimmung zu dem Vorhaben gewünscht.

Foto: Pia Rabener

Dessauer Unternehmen möchte Berghof um Tagespflege und Betreutes Wohnen ergänzen. Gemeindevertreter stimmen zu, äußern aber Vorbehalte.

Lütjensee. Die Burchard Führer GmbH kann ihre Seniorenpension Berghof in Lütjensee erweitern. Die Gemeindevertreter haben am Dienstag grünes Licht für die Pläne des Unternehmens aus Dessau-Roßlau gegeben, das Pflegeheim um eine Tagespflege und ein betreutes Wohnen zu erweitern.

Lütjenseer Politiker stimmen für Erweiterung von Seniorenheim

Wie berichtet, möchte der Eigentümer des Berghofs auf dem Grundstück an der Straße Deepenstegen drei Mehrfamilienhäusern mit zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss und insgesamt 27 Einheiten für betreutes Wohnen bauen. Dafür sollen neun der zehn Bungalows auf dem Gelände der Pflegeeinrichtung abgerissen werden. Sie sind laut Unternehmen sanierungsbedürftig und aufgrund der weiten Wege für das Pflegepersonal nicht mehr zeitgemäß.

Bestehende Gebäude sollen aufgestockt werden

Um dennoch die derzeitigen 100 Plätze in der stationären Pflege zu erhalten, möchte die Burchard Führer GmbH die beiden bestehenden zweigeschossigen Wohngebäude um ein Voll- und ein Staffelgeschoss aufstocken. Gleichzeitig sollen beide durch einen Mittelbaubau mit gleicher Anzahl Stockwerke zu einem U-förmigen Gesamtkomplex verbunden werden.

Nördlich der vorhandenen Häuser sind zwei neue Gebäude geplant

Nördlich davon sollen zwei viergeschossige Gebäude mit weiteren Pflegezimmern mit Balkon komplett neu entstehen, wobei auch hier die oberste Etage als Staffelgeschoss geplant ist. Zwischen dem westlichen Bestandsgebäude und dem südlichsten der drei geplanten Mehrfamilienhäuser soll ein Trakt für die Tagespflege mit 15 Plätzen entstehen.

Bürgermeisterin hätte sich deutlichere Zustimmung gewünscht

Die Zustimmung in der Gemeindevertretung fiel allerdings knapper aus als erwartet. Vier Politiker stimmten dafür, einer dagegen, sechs enthielten sich. „Ich hätte mir ein deutlichers Votum für das Projekt gewünscht“, sagt Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler (CDU). Sie hatte im Vorfeld für das Vorhaben geworben. „Wir brauchen altersgerechten Wohnraum in der Gemeinde“, sagt Stentzler. Insbesondere Angebote im betreuten Wohnen gebe es in Lütjensee bislang nicht.

Politiker haben Vorbehalte wegen geplanter Gebäudehöhe

„Es gibt vor allem wegen der geplanten Gebäudehöhen Vorbehalte bei den Gemeindevertretern“, sagt die Politikerin. „Es wurde die Sorge geäußert, dass die Gebäude zu massiv für das Ortsbild sind“, so die Bürgermeisterin. Sie sei dennoch erleichtert, dass es eine Mehrheit für die Pläne des Investors gebe.

( fsn )

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