Bargteheide

Lesepaten küren Sieger des Mal- und Schreibwettbewerbs

| Lesedauer: 3 Minuten
Amrei (11), Gor (7) und Finja (13) wurden von Annelore Penno von den Lesepaten, Antje Wengorz, Lese- und Literaturpädagogin der Stadtbücherei Bargteheide und Landrat Henning Götz für ihre Teilnahme am Lese- und Malwettbewerb geehrt. 

Amrei (11), Gor (7) und Finja (13) wurden von Annelore Penno von den Lesepaten, Antje Wengorz, Lese- und Literaturpädagogin der Stadtbücherei Bargteheide und Landrat Henning Götz für ihre Teilnahme am Lese- und Malwettbewerb geehrt. 

Foto: Melissa Jahn

25 Kinder haben sich an der Aktion der Bürger-Stiftung Stormarn beteiligt. Corona ist häufiges Motiv in den eingereichten Beiträgen.

Bargteheide. „Kinder müssen eine Stimme haben und gehört werden“, sagt Antje Wengorz, Lese- und Literaturpädagogin der Stadtbücherei Bargteheide. Deshalb drehte sich der diesjährige Mal- und Schreibwettbewerb „Stadt-Land-Welt“, zu dem die Lesepaten der Bürger-Stiftung Stormarn aufgerufen hatten, um die Zukunft von Kindern, die sie aktiv mitgestalten können. Von 25 Bewerbungen von Bad Oldesloe bis Glinde wurden nun stellvertretend drei Kinder in der Stadtbücherei geehrt.

Lesepaten zeichnen Sieger des Mal- und Schreibwettbewerbs aus

Gor (7) besucht die zweite Klasse der Schlossschule Ahrensburg und hat sein Interesse für Planeten in den Wettbewerb einfließen lassen. Auf seinem Bild geht es um einen Flug zum Mars. Mit an Bord: die Zahnärztin, Lehrerin, sein Bruder, mit dem er gerne Schach spielt, und ein Forscher, der sich um die Pflanzen kümmern soll. „Ich möchte auf dem Mars wohnen“, sagt Gor. „Am liebsten bis Corona weg ist.“

Corona ist als Motiv häufig in die Geschichten eingeflossen

Neben Technik, Tieren und Zukunftsvisionen sei Corona ein Motiv, das bei den Geschichten öfter eingeflossen sei. So gehörten auch Masken fest zum Alltag der Kinder dazu, sagt Annelore Penno, Bereichsleiterin der Lesepaten. „Es war eine lange, prägende Zeit, in der wir leider nicht lesen konnten. Auch jetzt geht es erst langsam wieder los.“

Normalerweise sind die Lesepaten in Kitas und Grundschulen im Einsatz

Über 1000 Kinder erreicht die Stormarner Initiative, die mit 70 Ehrenamtlern das größte Projekt der Bürger-Stiftung ist. Für gewöhnlich sind die Lesepaten in Kindergärten und Grundschulen im Einsatz. Ziel sei es, das Netzwerk noch weiter auszubauen, bis jedes Kind ein Leseangebot bekomme. Damit die Geschichten begeistern, habe jeder Pate sein eigenes Konzept. „Neben verschiedenen Utensilien wie ein regenbogenfarbenes Organzabuch und eine kleine Filzmaus habe ich immer einen Reim oder Zungenbrecher im Gepäck“, sagt Penno. „Man hat schnell raus, was ankommt.“

Veranstalter wollen Wettbewerb im kommenden Jahr wiederholen

Da das große Lesefest pandemiebedingt ausfallen musste, ging 2020 zum ersten Mal der Schreibwettbewerb an den Start. Die Resonanz sei mit 40 Teilnehmern überwältigend gewesen. Auch wenn es dieses Jahr weniger Einsendungen gegeben hat, ist eine Fortsetzung für das nächste Sommerferienprogramm geplant. Denn die Ideen der Kinder sind vielseitig, wie die Geschichte von Finja (13), in der Superkräfte die Welt erobern. „Ich würde am liebsten mit Tieren sprechen können“, sagt Finja. „Allen voran mit meinen Meerschweinchen.“

Landrat Görtz: „Sind tolle Ergebnisse rausgekommen“

Landrat Henning Görtz, der die Schirmherrschaft übernommen hat, lobte das Projekt. Es sei wichtig, zu lesen und kreativ zu sein. „Der Wettbewerb animiert die Kinder, ihre Phantasie fließen zu lassen. Es sind tolle Ergebnisse rausgekommen.“ Jeder Teilnehmer wurde mit einem individuellen Preis bedacht, darunter auch die Möglichkeit, ein eigenes Hörspiel in der Stadtbücherei zu erstellen.

( mej )

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