Ahrensburg

Verkehrsaufsicht beanstandet Pläne für Kita an Bogenstraße

Auf der Wiese neben dem Aldi-Markt an der Bogenstraße (rot schraffiert) möchte die Firma Frank Projektentwicklung Nord 74 Wohnungen bauen.

Auf der Wiese neben dem Aldi-Markt an der Bogenstraße (rot schraffiert) möchte die Firma Frank Projektentwicklung Nord 74 Wohnungen bauen.

Foto: HA

Behörde befürchtet zu hohes Verkehr- und Parksaufkommen. Investor schlägt stattdessen Betreuungslösung mit Tagesmüttern vor.

Ahrensburg. An der Bogenstraße in Ahrensburg wird aller Voraussicht nach doch keine neue Kita entstehen. „Die Verkehrsaufsicht hat einen Einwand dagegen eingereicht“, informierte Bauamtsleiter Peter Kania die Politiker während der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. In ihrer Stellungnahme verweise die Behörde auf die bereits jetzt angespannte Verkehrs- und Parkplatzsituationin der Bogenstraße und der Stichstraße Hagenau. „Ein weiterer Verkehrserzeuger wie eine Kita würde das Problem demnach verstärken“, so Kania.

Verkehrsaufsicht hat Bedenken bei Plänen für neue Kita an Bogenstraße

Die Firma Frank Projektentwicklung Nord möchte auf der Wiese neben dem Aldi-Supermarkt an der Bogenstraße 74 Wohnungen errichten. Der Bauausschuss hatte seine Zustimmung davon abhängig gemacht, dass der Investor auch in Ahrensburg dringend benötigte Plätze für die Kinderbetreuung schafft. Dieser hatte das bereits abgelehnt.

Investor schlägt stattdessen Lösung mit zwei Tagesmüttern vor

„Wir können eine Kita nicht mehr wirtschaftlich in unserer Betrachtung abbilden“, sagte Frank-Projektentwickler Patrick Felsch. Eine endgültige Abstimmung steht noch aus. Der Investor hat nun vorgeschlagen, anstelle der Kita eine Wohnung für zwei Tagesmütter mit acht Betreuungsplätzen zu reservieren.

Politik äußert Zustimmung und stellt Bedingungen

Für die Idee gab es grundsätzlich Zustimmung. Erik Schrader (Linke) knüpfte die Zustimmung seiner Fraktion allerdings an die Bedingung, dass dafür keine der 26 geplanten Sozialwohnungen wegfallen dürfe. Bedenken äußerte auch Detlef Steuer (WAB). „Acht Kinder bei mehr als 70 neuen Wohnungen scheint mir sehr optimistisch“, sagte er. Dennoch sprachen sich die Ausschussmitglieder mehrheitlich dafür aus, dass die Verwaltung mit der Firma Frank über die Tagesmutter-Lösung verhandeln soll.

( fsn )

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