Ahrensburg

SPD möchte Parkplätze zunächst probeweise sperren

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Grüne und WAB wollen den Rathausplatz in Ahrensburg mittelfristig autofrei gestalten.

Grüne und WAB wollen den Rathausplatz in Ahrensburg mittelfristig autofrei gestalten.

Foto: Birgit Schücking

Bauausschuss diskutiert über Zukunft der Stellplätze in der Ahrensburger Innenstadt. Grüne und WAB wollen eine Reduzierung.

Ahrensburg. Die Zukunft der Parkplätze im Stadtzentrum ist an diesem Mittwoch erneut Thema im Ahrensburger Bau- und Planungsausschuss. Die Politiker beraten über den Antrag von Grünen und Wählergemeinschaft WAB, der einen weitgehenden Abbau der Stellflächen an den Straßenrändern im Zentrum, die Installation eines Parkleitsystem und mittelfristig einen autofreien Rathausplatz vorsieht.

SPD schlägt testweise Sperrung der Parkplätze an Wochenenden vor

Der Antrag stand bereits für die Sitzung am 1. September auf der Tagesordnung, die Debatte wurde jedoch vertagt, weil die SPD Beratungsbedarf angemeldet hatte. Für Mittwoch haben die Sozialdemokraten nun einen Änderungsantrag zu dem Vorstoß eingereicht. Grüne und WAB möchten die Stellplätze an der Klaus-Groth-Straße nach der Ausfahrt aus der CCA-Tiefgarage streichen. Die dortigen Behindertenparkplätze und Ladeplätze für E-Autos sollen nach dem Willen der Fraktionen auf die gegenüberliegende Seite der Großen Straße verlagert werden. Außerdem möchten sie die Stellplätze am Lehmannstieg und an der Rathausstraße aufheben.

Grüne und WAB wollen Plätze an der Hamburger Straße für Behinderte reservieren

Für die bislang kostenfreien Stellplätze am Rand der Innenstadt sollen in Zukunft Parkgebühren erhoben werden. Auch wollen die beiden Parteien, dass die Verwaltung ein Konzept erstellt, wie der Rathausplatz mittelfristig autofrei werden kann. Nach dem Umbau der Hamburger Straße sollen die dort verbleibenden 17 Parkplätze zudem für Behinderte und Besucher des dortigen Ärztehauses reserviert werden. Die Stellplätze an der Hagener Allee und der Manhagener Alle im Anschluss sollen dann, ausgenommen derer für die Patienten des Dialysezentrums, wegfallen.

SPD schlägt Wochenenden mit verkaufsoffenen Sonntagen für Test vor

Die SPD stellt sich zwar nicht grundsätzlich gegen diese Pläne, möchte aber zunächst eine testweise Reduzierung der Stellplätze im Zentrum. Die Fraktion greift dazu einen Vorschlag ihres Bürgermeisterkandidaten Eckart Boege auf, der sich dafür ausgesprochen hatte, die Innenstadt an Wochenenden testweise für Autos zu sperren. Die SPD schlägt in ihrem Antrag dafür die Wochenenden mit verkaufsoffenen Sonntagen vor, zudem solle der Test wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden.

Die Fraktionen berufen sich auf eine im Juni vorgestellte Studie

Erst danach wollen die Sozialdemokraten über eine Reduzierung der Parkplätze entscheiden. Einig sind sie sich mit Grünen und WAB, dass kurzfristig ein Parkleitsystem eingerichtet werden soll, um die Autofahrer zu freien Stellplätzen zu leiten. Ebenso wie Grüne und WAB beruft sich die SPD auf die im Juni vorgestellte Parkraumerhebung. Darin war das Hamburger Büro SBI zu dem Ergebnis gekommen, dass es im Ahrensburger Zentrum genug Stellflächen gibt und auch zu Spitzenzeiten viele davon leer bleiben. Neben der SPD hat auch die FDP einen Änderungsantrag zum Vorschlag der Grünen und WAB gestellt.

FDP fordert Nachbesserungen bei der Erhebung

Die Liberalen bezweifeln die Aussagekraft des Gutachtens, weil die Daten kurz nach dem Lockdown im September 2020 erhoben wurden, als viele Menschen noch zu Hause geblieben seien. Die FDP möchte diesen Faktor von SBI einberechnen lassen. Die Verwaltung soll demnach ein Gesamtkonzept erstellen, ehe über die Zukunft der Parkplätze entschieden wird.

Bau- und Planungsausschuss Mi 15.9., 19.00, Rettungszentrum, Am Weinberg 2

( fsn )

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