Bürgermeisterwahl Ahrensburg

Frage an die Kandidaten: Welche Dinge fehlen in Ahrensburg?

| Lesedauer: 4 Minuten
Am 26. September sollen die Ahrensburger einen neuen Chef für das Rathaus wählen.

Am 26. September sollen die Ahrensburger einen neuen Chef für das Rathaus wählen.

Kandidatencheck: Die drei Bewerber für das Bürgermeisteramt in Ahrensburg beantworten jeden Tag eine Frage der Abendblatt-Redaktion.

Ahrensburg. Am 26. September soll in Ahrensburg ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Jeden Tag stellen wir den drei Kandidaten Thomas Schreitmüller (von der CDU nominiert), Eckart Boege (SPD) und Christian Schubbert (Die Grünen) eine Frage. Heute: Welche drei Dinge fehlen in Ahrensburg?

Eckart Boege (SPD):

Bei allem Engagement in der Stadt fehlt eine klare, gemeinsame Idee, wohin sich Ahrensburg in den nächsten 10, 20, 30 Jahren entwickeln soll. Das gilt für alle Bereiche von Stadtmarketing über Klimaschutz, Flächennutzungsplan und Mobilität bis zur Digitalisierung.

Als Bürgermeister möchte ich mit der Kommunalpolitik und den Bürgerinnen und Bürgern genau darüber sprechen: Wie sieht unsere Vorstellung für ein Ahrensburg der Zukunft aus? Ahrensburg benötigt mehr Platz für den Freizeit- und Vereinssport; nicht nur bei Fußballfeldern herrscht Knappheit, sondern auch bei den Hallenplätzen für viele andere Sportarten. Deswegen möchte ich gemeinsam mit den Stadtverordneten und den Vereinen einen Weg finden, wie wir zügig einen „Sportpark Auetal“ in Beimoor-Süd entwickeln und umsetzen. Ein gutes Sportangebot ist nicht nur für Kinder- und Jugendliche wichtig, sondern in einer Stadt wie Ahrensburg gerade auch für die große Gruppe der Seniorinnen und Senioren. Neben Plätzen für den organisierten Sport benötigen wir auch Möglichkeiten für Freizeitsport beziehungsweise allgemein für Bewegung in der Freizeit. Dabei müssen wir stärker als bisher darauf achten, dass es auch Angebote für Menschen mit Behinderung gibt. Wenn wir – hoffentlich sehr bald – einen Stadtpark auf dem Stormarnplatz planen, ist das ein guter Ort, um damit anzufangen.

Ahrensburg fehlen gut ausgebaute, sichere Radwege. Dabei geht es nicht in erster Linie um große Velorouten, sondern um die Alltagsstrecken: die Schulwege unserer Kinder, den Weg zum Einkaufen, die Fahrt zu Freunden oder Bekannten. Gute Mobilität in Ahrensburg wird auch weiterhin vielfältig sein und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen – auch die von Fußgängern, ÖPNV-Nutzern und Autofahrern. Es muss aber zukünftig möglich sein, sich mit dem Fahrrad einfach, schnell und sicher in der ganzen Stadt fortzubewegen.

Christian Schubbert (Die Grünen):

1. In Ahrensburg fehlen leider immer noch Krippen- und Kitaplätze. Allein im Krippenbereich gibt es einen Mehrbedarf von 60 bis 100 Plätzen. Im Grundschulbereich gibt es dieses Problem nicht mehr. Hier konnte der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport, dem ich vorsitzen darf, Abhilfe schaffen. An drei von vier Grundschulen fand schon eine Umwandlung vom Hort in eine Offene Ganztagsschule statt. Somit war es möglich, statt nur 50 bis 60 Prozent der Kinder, tatsächlich allen eine Nachmittagsbetreuung garantieren zu können, bei einem guten Betreuungsschlüssel von 22 Betreuten zu zwei Aufsichtspersonen. Gleichzeitig wird massiv in die Grundschulstandorte investiert.

2. Priorität für Radverkehrsstrecken: In den letzten Jahrzehnten ist viel zu wenig in unsere Infrastruktur für den Radverkehr investiert worden. Viele Radwege sind von Wurzeln durchbohrt. Dabei möchten viele Menschen Fahrrad fahren. Auch hat der Anteil der Lastenräder stark zugenommen. Das kann jeder beim täglichen Gang in die Stadt feststellen. Ein gutes Radwegenetz hilft allen. Je besser unser Radverkehrsnetz ist, desto mehr Menschen werden das Fahrrad auch nutzen. Radfahren ist gut für Klima und Gesundheit. Jedes Fahrrad verringert die Lärmbelastung und hilft gegen die Staus auf unseren Straßen.

3. In Ahrensburg fehlen weitere Sportstätten. Im letzten Mai wurde von mir eine neue Sportstättenentwicklungsplanung angestoßen. Ahrensburg ist eine wachsende Stadt, und die Anzahl der Sportstätten ist in den letzten Jahren einigermaßen erhalten, aber nicht ausgeweitet worden. Das zeigen uns die Ergebnisse. So müssen wir u. a. über eine Dreifeldhalle für Ballsportarten, eine weitere Einfeldhalle vor allem für Kinder- und Familienturnen und Winterhallen für den Fußball sprechen.

Thomas Schreitmüller (von der CDU nominiert):

Ausreichende Kinderbetreuungsplätze, ausreichend Sportstätten und bezahlbarer Wohnraum.

Lesen Sie hier die bisherigen Fragen:

Warum sind Sie die beste Wahl als Bürgermeister für Ahrensburg?

Was macht Ahrensburg in ihren Augen besonders lebenswert?

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