Ahrensburg

Bürgermeisterwahl: FDP und WAB verzichten auf Empfehlung

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FDP und WAB wollen bei der Bürgermeisterwahl am 26. September keinen der drei Bewerber, Eckart Boege (SPD, v. l.), Christian Schubbert (Grüne) und Thomas Schreitmüller (parteilos, von der CDU nominiert) unterstützen.

FDP und WAB wollen bei der Bürgermeisterwahl am 26. September keinen der drei Bewerber, Eckart Boege (SPD, v. l.), Christian Schubbert (Grüne) und Thomas Schreitmüller (parteilos, von der CDU nominiert) unterstützen.

Foto: Filip Schwen / HA

Die Parteien wollen nach Gesprächen mit allen drei Bewerbern keinen von ihnen unterstützen. Die Linke ist noch unentschlossen.

Ahrensburg. Die FDP und die Wählergemeinschaft WAB werden bei der Bürgermeisterwahl in Ahrensburg keine Empfehlung für einen der drei Bewerber aussprechen. Beide Parteien teilten rund vier Wochen vor der Abstimmung auf Anfrage mit, sie hätten entschieden, keinen der Kandidaten zu unterstützen. Die Ahrensburger können am 26. September zeitgleich zur Bundestagswahl zwischen Barsbüttels amtierendem Bürgermeister Thomas Schreitmüller (53, parteilos, von der CDU nominiert), dem Stadtverordneten und selbstständigen Kaufmann Christian Schubbert (52, Grüne) und dem Diplom-Mathematiker Eckart Boege (SPD) entscheiden.

FDP und WAB verzichten auf Empfehlung für die Bürgermeisterwahl

„Wir hatten die drei Kandidaten zu Gast und haben mit diesen interessante Gespräche geführt“, sagt Thomas Bellizzi, Fraktionsvorsitzender der FDP. „In keinem Fall hat sich jedoch eine ausreichend große Schnittmenge mit unseren Zukunftsvorstellung für Ahrensburg ergeben“, so der Politiker. Die Liberalen könnten daher zum jetzigen Zeitpunkt keinen der Bewerber mit einem öffentlichen Wahlaufruf unterstützen. Welche Themenfelder für die FDP letztlich den Ausschlag gaben, auf eine Empfehlung zu verzichten, dazu sagt Bellizzi nichts.

WAB möchte Entscheidung den Wählern überlassen

Die WAB hatte ebenfalls alle drei Bewerber zu persönlichen Gesprächen zu Gast. „In der Fraktion gibt es unterschiedliche Präferenzen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Peter Egan. Die Wählergemeinschaft warte nun ab, wie die Ahrensburger Wähler am 26. September entscheiden. „Die Bürgermeisterwahl ist ohnehin in erster Linie eine Personenwahl“, so Egan. Der Bürgermeister sei hauptsächlich Chef der Verwaltung, die politischen Entscheidungen treffe die Stadtverordnetenversammlung. Die WAB sehe sich deshalb nicht in der Pflicht, eine Empfehlung auszusprechen. Egan betont jedoch: „Das bedeutet nicht, dass uns keiner der Kandidaten überzeugt hat.“

Die Linke hat noch keine finale Entscheidung getroffen

Die Linke hat laut Fraktionschef Ali Haydar Mercan noch nicht abschließend entschieden, ob sie einen der drei Bewerber unterstützen wird. „Bislang hat es diesbezüglich keine Gespräche mit den Kandidaten gegeben“, sagt er. Das schließe aber nicht aus, dass die Partei bis zur Wahl noch den Dialog mit den Bewerbern suche.

Bei der vergangenen Wahl unterstützte die WAB den CDU-Bewerber

Bereits bei dem Urnengang vor sechs Jahren hatte die FDP keine Wahlempfehlung für einen der damaligen Bewerber, den amtierenden Bürgermeister Michael Sarach (SPD), Christian Conring (CDU) und Jörg Hansen (Grüne) ausgesprochen. Noch bei dessen erster Kandidatur hatten die Liberalen Sarach unterstützt. Die WAB stellte sich 2015 hinter CDU-Mann Conring. Die Linke war damals noch nicht in der Ahrensburger Stadtverordnetenversammlung vertreten.

( fsn )

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