Kommunalpolitik

Oststeinbek votiert gegen Verlegung des Sportlerheims

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Das Sportlerheim des Oststeinbeker SV am Barsbütteler Weg wurde 1976 gebaut.

Das Sportlerheim des Oststeinbeker SV am Barsbütteler Weg wurde 1976 gebaut.

Foto: Thomas Rokos / BGZ

Oststeinbeker Wählergemeinschaft scheitert mit Antrag im Bauausschuss. Sportlerheim und Kunstrasenplatz bleiben am Barsbütteler Weg.

Oststeinbek. Niederlage für die Oststeinbeker Wählergemeinschaft: Sie wollte das OSV-Sportlerheim sowie den Kunstrasenplatz vom Barsbütteler Weg Richtung Norden zwischen Walter-Ruckert-Halle und Golfanlage verlegen, hatte einen Antrag gestellt für eine alternative Standortüberprüfung. Der fand im jüngsten Bauausschuss keine Mehrheit, wurde mit Stimmen von CDU und SPD abgelehnt. Das war jedoch nicht der einzige Beschluss: Ob das aktuelle Gebäude neu oder umgebaut wird und wie viele Geschosse es dann hat, darüber wird erst entschieden, wenn ein Lastenheft vorliegt, in dem die Bedarfe aufgeführt sind.

Ein solches hätte dem Kultur-, Sozial- und Jugendausschuss bereits in der vergangenen Woche vorgelegt werden sollen. Das geschah aber nicht. Das Gremium sprach sich lediglich für ein zweigeschossiges Haus aus. Das ist nun nichtig. Jetzt müssen die Verantwortlichen des Sportvereins detailliert aufführen, wie viele Räume sie benötigen und vor allem für welche Zwecke.

Erfolglose Suche nach Restaurant-Pächter

Bereits im kommenden Jahr sollen die Fußballer einen neuen Belag für den Kunstrasen bekommen. Die Gemeinde geht von rund 500.000 Euro aus. Sie ist auch Eigentümer des 1976 erbauten Sportlerheims. Die Immobilie mit Keller samt Umkleidekabinen und Technik für die Flutlichtanlage sowie zwei weiteren Ebenen ist sanierungsbedürftig, sollte ursprünglich 2020 für rund 200.000 Euro auf Vordermann gebracht werden. Allerdings ging die Politik davon aus, dass sich ein Pächter für das Restaurant findet. Der Gastrobereich steht seit März 2019 leer. Es gab zwar Interessenten, jedoch gingen keine Bewerbungsunterlagen im Rathaus ein.

Deshalb steuerten die Entscheidungsträger um und nahmen einen Neubau ins Visier – in der Hoffnung, mit einer Million Euro auszukommen. Ein Architekt schätzte die Kosten für einen dreigeschossigen Komplex jedoch auf rund 2,5 Millionen Euro. Womöglich bleibt das Sockelgeschoss erhalten mit einer Aufstockung.

Die Wählergemeinschaft wollte die ganz große Lösung mit der Verlegung, das Sportlerheim in die Breite bauen und mit einem Solardach versehen. Außerdem gibt es auf dem von der Gruppe ausgesuchten Areal Erweiterungsmöglichkeiten. Auf dem jetzigen Sportplatz hätte die OWG gerne den Bauhof platziert, der sich im Ortsteil Havighorst befindet. Unterstützung bekam sie nur von Ostbek.net, einem Verein, dessen Mitglieder politisch aktiv sind und der Gemeindevertreter stellt. Das Problem bei dem Projekt: Oststeinbek müsste Grund kaufen. Christ- und Sozialdemokraten wollen aber nicht so viel Geld ausgeben. Sie verweisen auf hohe Investitionen, die demnächst anstehen – unter anderem rund 25 Millionen Euro für den Neubau der Grundschule. s

( uk )

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