Mahnwache

Grüne in Ahrensburg erinnern an Tschernobyl-GAU

Eine neue Umschließung versiegelt die auch als Sarkophag bekannte temporäre Struktur, die 1986 über den Trümmern des 4. Reaktors des Kernkraftwerks Tschernobyl errichtet wurde. Foto: -/ukrin/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine neue Umschließung versiegelt die auch als Sarkophag bekannte temporäre Struktur, die 1986 über den Trümmern des 4. Reaktors des Kernkraftwerks Tschernobyl errichtet wurde. Foto: -/ukrin/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: - / dpa

Treffpunkt ist am 35. Jahrestag der Reaktorkatastrophe auf dem Rondeel. Es gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht.

Ahrensburg.  Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktorblock im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl. Die Ahrensburger Grünen erinnern zum 35. Jahrestag mit einer Mahnwache an die Atomkatastrophe. Treffpunkt ist am Montag, 26. April, von 18 bis 18.30 Uhr auf dem Rondeel in der Innenstadt. Dort herrscht wegen der Corona-Regeln unter anderem Maskenpflicht.

„Unter strenger Einhaltung der Abstände zueinander und der allgemein gültigen Hygienevorschriften möchten wir ein Zeichen setzen“, sagt Vorstandssprecherin Claudia Brüggemann. Die Initiatoren rufen zu reger Beteiligung auf. Der Super-GAU sei „eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten“.

Auch in Stormarn sollten Kinder nicht im Sand spielen

Im Frühjahr 1986 kam es bei der Simulation eines Stromausfall im Block vier von Tschernobyl zur Kernschmelze und Explosion. Große Mengen an radioaktivem Material verteilten sich hauptsächlich über die Region nordöstlich von Tschernobyl, zogen aber auch über Teile Europas. Eine nicht genau zu beziffernde Zahl von Menschen starb, viele andere wurden in der Folge der Katastrophe krank.

Sogar im fast 1400 Kilometer entfernten Kreis Stormarn waren Auswirkungen zu spüren. Kinder sollten nicht mehr im Sand spielen, Pilze nicht mehr gepflückt werden. „Wir sind für einen absoluten Verzicht auf Kernenergie und gedenken am 26. April der Opfer“, so Grünen-Sprecherin Brüggemann.

( kx )

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