Hilfsprojekt

Glinde: Neustart der Suppenküche ist verschoben

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Barbara Bednarz organisiert die Glinder Suppenküche.

Barbara Bednarz organisiert die Glinder Suppenküche.

Foto: René Soukup

Wegen Corona-Situation darf Glinder Suppenküche Räume im Bürgerhaus weiterhin nicht nutzen. Jetzt gibt es eine neue Idee.

Glinde.  Am 30. April sollte es endlich wieder klappen. Dann wollte Organisatorin Barbara Bednarz mit der Glinder Suppenküche an den Start gehen, kostenlose Speisen für junge und alte Menschen mit finanziell beschränkten Möglichkeiten offerieren. Das Hilfsprojekt pausiert bereits seit einem halben Jahr. Die 71-Jährige und ihre Mitstreiterinnen sind im Bürgerhaus untergebracht, die Stadt stellt Räume zur Verfügung, ohne dafür Geld zu nehmen. Am Donnerstagmorgen hatte Bednarz einen Termin bei Bürgermeister Rainhard Zug, bat um Freigabe. Doch der Verwaltungschef kam der Bitte nicht nach, begründete die Absage mit der aktuellen Corona-Situation. Der Inzidenzwert im Kreis liegt seit mehreren Tagen über der 100er-Marke.

Essensausgabe womöglich im Mai vor dem Bürgerhaus

„Es war ein netter Austausch, aber ich bin schon ein bisschen enttäuscht“, sagt Bednarz über das Gespräch mit dem Rathauschef. Sie hatte Trennwände aus Kunststoff besorgt und eine Sitzordnung mit zwei Personen an einem Doppeltisch angedacht, um keine Gefahr zu laufen, Abstandsregeln zu missachten. Die Angst vor einer erhöhten Infektionsgefahr war in der Verwaltung jedoch zu groß. Nun nimmt Bednarz einen neuen Anlauf im Mai. Essensausgabe ist immer am letzten Freitag eines Monats von 12 bis 14 Uhr. Sie sagt: „Eventuell machen wir es dann im Freien vor dem Bürgerhaus.“ Das ist auch ein Ergebnis der Zusammenkunft mit Zug. Stühle und Tische könnte dann die Freiwillige Feuerwehr stellen. Die Wache am Oher Weg ist nur wenige Meter entfernt auf der anderen Straßenseite. „Das wäre für uns natürlich mehr Arbeit als sonst“, sagt die Projektleiterin. „Eintopf und Nachspeisen müssten vom ersten Stock des Bürgerhauses heruntergebracht werden, das Geschirr zur Reinigung in die andere Richtung, bevor es wieder von Gästen benutzt wird.“

Bednarz wird sich jetzt mit ihren acht Helferinnen besprechen. Derweil hat sie einen weiteren Sponsor gefunden. Eine Glinder Apotheke spendet Geld und liefert zusätzlich Masken und Desinfektionsmittel. Unklar ist, ob ein im Zentrum ansässiger Gastronomiebetrieb die Suppe weiterhin gratis kocht. Bednarz hat für den Fall einer Beendigung der Kooperation vorgesorgt und Töpfe angeschafft. Sie würde Kartoffel- und Gemüseeintopf zumindest vorübergehend selbst kredenzen.

( suk )

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