Klimawandel

Bad Oldesloe forstet Stadtwald mit 5000 Bäumen auf

Bezirksförster Jens Lübbers (l.) beobachtet, wie die Setzlinge mithilfe eines Minibaggers eingepflanzt werden. 

Bezirksförster Jens Lübbers (l.) beobachtet, wie die Setzlinge mithilfe eines Minibaggers eingepflanzt werden. 

Foto: Stadt Bad Oldesloe / HA

Die Trockenheit und der Borkenkäfer machen den Nadelhölzern zu schaffen. Deshalb setzt die Stadt jetzt auf Laubbäume.

Bad Oldesloe.  Heimische Laubbaumarten wie Buche, Eiche, Ahorn und Kirsche statt der bisher genutzten Nadelhölzer: Die Stadt Bad Oldesloe forstet ihre Waldflächen im Kneeden und Totenredder mit bis zu 5000 Bäumen auf. Die Verwaltung will mit der Aktion einen Beitrag für die Natur leisten und neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen. Die Stadt besitzt etwa 271 Hektar Waldflächen.

Kranke und befallene Bäume mussten gefällt werden

„Der Klimawandel ist auch im Wald deutlich zu spüren“, sagt Marc Schönert aus dem Tiefbauamt, der für die ökologischen Flächen der Stadt zuständig ist. „Insbesondere den Nadelhölzern machen die Trockenheit und die Verbreitung von Borkenkäfern stark zu schaffen. Regelmäßig müssen kranke, ausgetrocknete oder befallene Bäume gefällt und die Flächen entsprechend wieder neu bepflanzt werden.“

In der Vergangenheit seien dafür oft Nadelbäume wie Fichten ausgewählt worden. „Durch den starken Befall von Borkenkäfern und die anhaltende Trockenheit tendiert man heute eher zu anderen Baumarten, die mehr Trockenheit vertragen können“, sagt Schönert. Laubhölzer wie Buche, Eiche, Ahorn und Kirsche seien geeigneter.

Die Flächen werden zum Schutz vor Wild eingezäunt

Die Setzlinge wurden von regionalen Baumschulen erworben. Mithilfe eines Minibaggers von einem Forstunternehmen aus der Region werden sie nun eingepflanzt. „Eine sehr effektive Methode“, sagt Schönert. „Früher wurden die Pflanzen per Hand eingepflanzt. Eine sehr anstrengende und mühselige Arbeit, die über Tage oder sogar Wochen gehen kann.“

Um die jungen Pflanzen vor Wild zu schützen, werden die Flächen eingezäunt. Der Schutzzaun wird entfernt, sobald die Pflanzen groß genug sind, was laut Schönert meist nach acht bis zehn Jahren der Fall ist.

( jjd )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn