Corona-Krise

Schuldnerberatung der AWO erwartet großen Ansturm

Der Bedarf nach professioneller Schuldenberatung ist ungebrochen hoch.

Der Bedarf nach professioneller Schuldenberatung ist ungebrochen hoch.

Foto: McPHOTO / picture alliance / blickwinkel/McPHOTO

Im Vorjahr gab es 431 Hilfeersuchen von Einzelpersonen, Familien und Gewerbetreibenden, in 34 Jahren waren es 13.331.

Bad Oldesloe.  Die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit Sitz in Bad Oldesloe hat kürzlich ihren Jahresbericht für 2020 vorgelegt. Danach hat es im vergangenen Jahr 431 neue Hilfeersuchen gegeben. „Diese Zahl zeigt, dass professionelle Schuldnerberatung, Insolvenzberatung und Prävention ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Arbeit im Kreis Stormarn sind“, so Geschäftsführerin Anette Schmitt. In den 34 Jahren des Bestehens der AWO Soziale Dienstleistungen hätten die Beratungsstelle insgesamt 13.331 Anfragen von Einzelpersonen, Familien und Gewerbetreibenden erreicht.

Trotz Corona-Krise Zahl der Beratungen nicht gestiegen

Trotz der durch die Corona-Krise ausgelösten wirtschaftlichen Einbrüche sei die Zahl der Anfragen im Vorjahr nicht gestiegen. Die Stützungsmaßnahmen des Staates für Selbstständige und Arbeitnehmer hätten dazu beigetragen, das pandemiebedingte Schieflagen abgefedert worden seien. Das gelte insbesondere für das Kurzarbeitergeld und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen.

Allerdings erwartet die Beratungsstelle einen Ansturm im laufenden Jahr. Umso wichtiger sei in diesem Zusammenhang, dass der Gesetzgeber noch 2020 die lang erwartete Verkürzung des Insolvenzverfahrens auf drei Jahre verabschiedet habe. „Das ist ein Lichtblick für alle Menschen, für die das Insolvenzverfahren der einzige Weg für einen wirtschaftlichen Neuanfang ist“, so Anette Schmitt.

( luka )

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