Umweltschutz

Ammersbek prüft Erdwärme für die neue Grundschule

Die ätesten Gebäude der Grundschule Bünningstedt in Ammersbek stammen aus den 1950er-Jahren.

Die ätesten Gebäude der Grundschule Bünningstedt in Ammersbek stammen aus den 1950er-Jahren.

Foto: Harald Klix

Gemeinde plant Probebohrungen auf dem Grundstück im Ortsteil Bünningstedt. SPD will Sanierung im Volksdorfer Weg reduzieren.

Ammersbek.  Bekommt der Neubau der Grundschule Bünningstedt eine besonders umweltfreundliche Erdwärmepumpe statt der bisher vorgesehenen Luft-Wasser-Wärmepumpe? Auf Antrag der Grünen hat die Ammersbeker Verwaltung diese Prüfung eingeleitet. Für weitere entscheidende Daten sind rund 20.000 Euro teure Probebohrungen erforderlich, über die der Bauausschuss jetzt berät.

Laut des Hamburger Ingenieurbüros Hanseatisches Umweltkontor sind für Erdwärmeanlagen der benötigten Größenordnung genaue Werte hinsichtlich Temperaturprofil, Gesteins- und Grundwasserschichten, Entzugsleistung und Wärmeübergang erforderlich. Diese liefert der sogenannte Thermal-Response-Test, der auch eine 140-Meter-Bohrung beinhaltet. Das Loch könnte gegebenenfalls für eine zukünftige Erdwärmesonde genutzt werden.

Schon Mitte 2022 soll der Neubau fertig sein

Mit dem 8,3-Millionen-Euro-Neubau auf einem Feld neben der jetzigen Schule soll noch dieses Jahr begonnen werden. Das Land hat 2,1 Millionen Zuschuss bewilligt. Zudem hofft die Gemeinde auf Geld aus der neu aufgelegten Bundesförderung für energieeffiziente Nichtwohngebäude. Mitte 2022 soll Einweihung sein.

Ein weiteres Thema der Sitzung ist der Volksdorfer Weg. Die SPD beantragt, die Sanierung wegen der angespannten Finanzlage der Gemeinde auf den innerörtlichen Teil zwischen der Einmündung Wulfsdorfer Weg und der Brücke über die Bredenbek zu reduzieren. „Der Ausbau im Außenbereich kann auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden“, so der Fraktionsvorsitzende Jürgen Ehrig. Das bedeute erhebliche Einsparungen, zumal momentan auch keine Fördermittel vom Land zur Verfügung stehen.

Kosten für Straßenausbau würden auf eine halbe Million Euro sinken

Statt schätzungsweise rund 930.000 Euro würde der reduzierte Ausbau nur etwa eine halbe Million Euro kosten. Daran werden die Anwohner in Ammersbek weiterhin beteiligt. Der Volksdorfer Weg sollte außerorts bis zum Wirtschaftsweg Schabbrüg für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Bauausschuss Ammersbek, Mi 24.2., 19.30, Dorfgemeinschaftshaus, Am Gutshof 1

( kx )

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