Bargteheide

Bauprojekt "Am Maisfeld" soll ausgesetzt werden

| Lesedauer: 2 Minuten
Lutz Kastendieck
In Bargteheide sollen mehr Sozialwohnungen entstehen.

In Bargteheide sollen mehr Sozialwohnungen entstehen.

Foto: HA

CDU und SPD will klären lassen, ob und wie sozialer Wohnungsbau auf der städtischen Fläche möglich ist

Bargteheide. Nachdem die SPD-Fraktion in der Stadtvertretung Bargteheide Mitte Januar mit einem zehn Punkte umfassenden Aktionsplan für mehr bezahlbaren Wohnraum in die Offensive gegangen ist, hat sie jetzt mit Unterstützung der CDU nachgelegt. In einem gemeinsamen Antrag für die Sitzung des Finanzausschusses am 4. Februar fordern beide Parteien, die Verhandlungen zum Verkauf der städtischen Fläche "Am Maisfeld" auszusetzen.

"Wir wollen durch ein externes Beratungsbüro klären lassen, inwiefern die Stadtwerke Bargteheide künftig Wohnungsbauvorhaben in Eigenregie durchführen können", sagt CDU-Fraktionschef Mathias Steinbuck. Ebenso wie bei den Sozialdemokraten werde das Thema auch in der CDU-Fraktion bereits seit zwei Jahren intensiv diskutiert. Nun sei die Gelegenheit gekommen, die Debatte anhand eines konkreten Projekts zu forcieren.

Seit 2018 konnte kein Kaufvertrag geschlossen werden

Seit vielen Jahren ist die Stadt bemüht, Investoren vom Bau öffentlich geförderter Wohnungen in Bargteheide zu überzeugen. Bislang aber nur mit mäßigem Erfolg. Der Bedarf ist nach wie vor immens und wird von externen Beratungsbüros auf 380 Wohneinheiten bis 2030 geschätzt.

Nach langen Verhandlungen war 2018 der Verkauf des Grundstücks "Am Maisfeld" durch die Stadtvertretung Bargteheide beschlossen worden. Ein Kaufvertrag kam bislang jedoch nicht zustande. In einem ersten Schritt soll es nun zu einer Überprüfung des Kaufpreises kommen. In einem zweiten, ob das Projekt nicht durch die Stadtwerke realisiert werden kann.

Vergabe im Erbbaurecht soll geprüft werden

"Ein erheblicher Vorteil hierbei wäre, dass das Belegungsrecht bei den Stadtwerken und somit bei der Stadt Bargteheide liegen würde", erklärt SPD-Fraktionschef Mehmet Dalkilinc. Zudem verblieben die geschaffenen Vermögenswerten dauerhaft im Besitz der Stadt. Geprüft werden soll auch, ob die Stadtwerke das Grundstück komplett in Eigenregie entwickeln und in der Folge als Bauträger auftreten könnten. Ziel sei es, mindestens die Hälfte des entstehenden Wohnraums als Sozialwohnungen zu bauen.

Die Fraktionen wollen außerdem untersuchen lassen, ob die Stadt das Grundstück alternativ im Erbbaurecht an geeignete Investoren vergeben sollte. Doch auch bei dieser Variante bleibe die Prämisse, dass mindestens 50 Prozent der Wohnungen als öffentlich geförderter Wohnraum angeboten werden können.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn