Wartungsarbeiten

Großhansdorfs Trinkwasser kann jetzt trübe sein

Harald Klix
Das Wasserwerk Großensee wurde bereits 1892 in Betrieb genommen und immer wieder modernisiert.

Das Wasserwerk Großensee wurde bereits 1892 in Betrieb genommen und immer wieder modernisiert.

Foto: Julia Sextl

Im Wasserwerk Großensee wird noch bis zum 24. Januar gearbeitet. Eintrübungen sind gesundheitlich unbedenklich.

Großhansdorf. Das Unternehmen Hamburg Wasser erledigt Wartungsarbeiten im Wasserwerk Großensee. Deshalb kann es in dieser Woche bis einschließlich Sonntag, 24. Januar, zu Trübungen in Großhansdorf und Hamburg-Rahlstedt kommen. Die möglichen Veränderungen sind laut Hamburg Wasser gesundheitlich unbedenklich.

Auslöser ist eine lokal begrenzte Fließumkehr im Trinkwassernetz. Im Grundwasser sind Mineralien wie Eisen und Mangan natürlicherweise enthalten. Sie werden bei der Aufbereitung im Wasserwerk zum größten Teil entzogen. Dennoch bleibt ein kleiner Anteil im Wasser, der sich an der Rohrwandung ablagern kann. "Veränderte Fließrichtung sowie Druckschwankungen innerhalb des Leitungsnetzes können dazu führen, dass sich natürliche Eisen- und Kalkablagerungen lösen und zu einer bräunlichen Verfärbung des Wassers führen", sagt eine Sprecherin von Hamburg Wasser.

Bei der Wäsche sollten Kunden vorsichtig sein

Das Wasser könne weiterhin getrunken werden. "Wenn Trübungen auftreten, ist Vorsicht bei Benutzung des Wassers für gewerbliche Zwecke und beim Wäschewaschen geboten", so die Sprecherin. Warmwassergeräte wie Boiler, Durchlauferhitzer und Gasthermen sollten erst dann genutzt werden, wenn ausreichend Kaltwasser abgelaufen und keine Trübung mehr sichtbar ist.

Das Wasserwerk Großensee versorgt den Raum von Hamburg-Rahlstedt über Ahrensburg, Siek und Brunsbek bis Großensee jährlich mit bis zu 5,3 Millionen Kubikmetern. Es gibt zehn Brunnen, die 203 bis 226 Meter tief sind. Bei der Einweihung 1892 wurde ausschließlich Wasser aus dem Großensee genommen. In den 1930er-Jahren kamen die Tiefbrunnen hinzu. 1985 ging eine neue Grundwasseraufbereitungsanlage in Betrieb.

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