Nach Tat in Grönwohld

"Schockstarre": TSV Trittau trauert um getöteten Fußballer

Am Freitag hatten Beamte noch einmal den Tatort, einen Kinderspielplatz in Grönwohld, nach Beweismitteln abgesucht.

Am Freitag hatten Beamte noch einmal den Tatort, einen Kinderspielplatz in Grönwohld, nach Beweismitteln abgesucht.

Foto: René Soukup / HA

Der 22-Jährige, der tot auf einem Spielplatz gefunden wurde, war in der zweiten Mannschaft aktiv. Auch andere Clubs kondolieren.

Trittau. Der Turn- und Sportverein Trittau (TSV) hat auf seinem Instagram-Kanal seine tiefe Trauer über den Tod des am Mittwochabend auf einem Kinderspielplatz der Nachbargemeinde Grönwohld getöteten 22-Jährigen bekundet, der aktiver Fußballer in der zweiten Herrenmannschaft gewesen ist. Die Nachricht habe den gesamten Verein „in eine Schockstarre versetzt“, heißt es in dem emotionalen Beitrag.

Auf „fürchterliche Art und Weise“ sei dem Spieler, der bereits seit seiner Jugend dem TSV angehört habe, das Leben genommen worden. Die Gedanken seien in diesen Tagen bei seiner Familie, der viel Kraft gewünscht werde, um den Schicksalsschlag verarbeiten zu können. „Wir werden diese Tat wohl niemals verstehen können und hoffen darauf, dass der Täter schnell gefasst und seiner gerechten Strafe zugeführt wird“, teilte der Verein mit.

Etliche Fußballvereine kondolieren

In Gedenken an den Verlust des Spielers, werden alle TSV-Mannschaften ihre nächsten Partien mit Trauerflor spielen. Vor dem Anpfiff soll es zudem eine Schweigeminute geben. Nach Veröffentlichung der Todesnachricht haben neben vielen TSV-Mitgliedern auch zahlreiche andere Vereine kondoliert und ihr tiefes Mitgefühl bekundet.

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Dazu gehörten unter anderen der FC Ahrensburg, der TSV Rantrum, der Lübecker SC, der SSV Großensee, der SSC Hagen, der Ratzeburger SV, der VfR Todendorf, Rot Weiss Wilhelmsburg sowie die Handballdamen der HSG 404.

Staatsanwaltschaft dementiert Festnahme-Gerüchte

Unterdessen hat die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion ihre Ermittlungen fortgesetzt. In Grönwohld und Trittau kolportierte Meldungen, wonach bereits am Freitag ein Tatverdächtiger festgenommen worden sei, widersprach die Sprecherin der zuständigen Lübecker Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst, auf Anfrage unserer Redaktion: „Das ist nicht zutreffend.“

Der Leichnam des getöteten Grönwohlders war, wie bereits berichtet, am Freitag in der Lübecker Gerichtsmedizin obduziert worden.