Bauliche Mängel

Fahrradständer in Großhansdorf bleiben gesperrt

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Abstellanlage am U-Bahnhof Großhansdorf ist noch gesperrt

Die Abstellanlage am U-Bahnhof Großhansdorf ist noch gesperrt

Foto: Filip Schwen

Wegen baulicher Mängel und eines fehlenden Zertifikates dürfen die Bike-and-Ride-Stationen in der Gemeinde nicht genutzt werden.

Grosshansdorf.  Fertiggestellt sind die neuen Fahrradabstellanlagen in Großhansdorf schon seit Mitte September, doch genutzt werden dürfen sie bislang nicht. Ein rot-weiß gestreiftes Absperrband umgibt die Bike-and-Ride-Stationen an den U-Bahnhöfen Großhansdorf, Kiekut und Schmalenbeck. „Uns haben in den vergangenen Tagen deshalb zahlreiche Anfragen von Bürgern erreicht“, sagt Großhansdorfs Bauamtsleiter Stefan Kroll. Der Grund für die Sperrung seien bauliche Mängel und ein fehlendes Zertifikat. Wann die Anlagen eröffnet werden könnten, stehe noch nicht fest.

Einige Halterungen funktionieren nicht optimal

„Ich kann sie erst freigeben, wenn ein Standsicherheitsnachweis vorliegt“, sagt Kroll. „Dafür fehlen seitens des Herstellers noch Unterlagen.“ Ein zweites Problem betreffe die sogenannten Doppelstockparker, die Fahrradstellplätze in zwei Reihen übereinander bieten. „Um den Regenwasserabfluss zu gewährleisten, ist der Pflasteruntergrund mit leichtem Gefälle erstellt worden“, sagt Kroll. Dadurch stünden die Stützen der Anlagen hinten etwas höher als vorn. „In der Folge funktionieren die Fahrradhalterungen in der oberen Reihe nicht optimal“, so der Bauamtschef.

„Durch die Neigung des gesamten Unterstandes genügt der Winkel der Schienen, auf denen die Fahrräder abgestellt werden, nicht mehr“, erklärt Kroll. Jene Schienen müssen nach vorn gezogen und dann herunter gekippt werden, um das Fahrrad hinauf zu führen. Anschließend wird die Vorrichtung wieder zurück geschoben und das Rad gelangt in die obere Reihe.

Überdachte Stellplätze für 260 Fahrräder

„Durch den fehlenden Winkel können die Schienen sich bei Erschütterungen, etwa wenn jemand gerade sein Rad verstauen möchte, von selbst aus der Verankerung lösen und nach vorn herausfahren“, so Kroll. Dies sei dann gefährlich, wenn eine benachbarte Schiene einem Fahrradfahrer plötzlich in den Rücken gleite. „Die Firma wird bis zum 15. Oktober nachbessern und die Schienen unterkeilen, sodass die Neigung wieder stimmt“, verspricht Kroll.

Alle drei Standorte zusammen bieten 260 Fahrrädern überdachte Stellplätze. An jedem der drei Großhansdorfer U-Bahnhöfe gibt es sowohl herkömmliche Ständer als auch doppelstöckige Vorrichtungen. Von den Kosten von 432.000 Euro muss Großhansdorf voraussichtlich nur 72.000 Euro tragen. Der Rest wird über Fördergeld der Metropolregion Hamburg, von Nahverkehrsverbund Nah.SH und Bund gedeckt.

( fsn )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn