Konzept

Wie kann der Schulweg in Trittau sicherer werden?

Malte Peterich (r.) vom Ingenieurbüro Petersen führt im Bau- und Umweltausschuss aus, durch welche baulichen Maßnahmen sich der gewünschte Effekt erzielen lässt.

Malte Peterich (r.) vom Ingenieurbüro Petersen führt im Bau- und Umweltausschuss aus, durch welche baulichen Maßnahmen sich der gewünschte Effekt erzielen lässt.

Foto: Elvira Nickmann

Planer stellt im Bau- und Umweltausschuss Entwürfe zur Verkehrsberuhigung in der Heinrich-Hertz-Straße vor. BGT brachte das Thema ein.

Trittau. Die Heinrich-Hertz-Straße in Trittau führt zum Schulzentrum und zur Kita Löwenhertz. In der Sackgasse wird die Verkehrssituation zu Stoßzeiten unübersichtlich, birgt vor für Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Fahrradfahrer erhebliches Gefährdungspotenzial. Die Politik will das ändern. Das Kieler Planungsbüro Petersen & Partner hat die von der Bürgergemeinschaft Trittau vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf ihre Eignung hin geprüft. Das Ergebnis stellte Ingenieur Malte Peterich in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vor.

Piktogramme auf der Fahrbahn weisen auf Tempo 30 hin

Die Ausgangssituation beschrieb Peter Sierau, Fraktionsvorsitzender der Bürgergemeinschaft Trittau (BGT), so: „Da herrschen chaotische Zustände.“ Der rechte Fahrbahnrand sei zugeparkt, Radfahrer und Autos teilten die verbliebene Fläche, Schüler kreuzten. „Immer wieder geben Autofahrer ordentlich Gas, um noch schnell vor dem Gegenverkehr an der Blechlawine vorbeizukommen.“ In der Straße gilt Tempo 30.

Die Planungen sehen Piktogramme auf der Straße vor, welche die Geschwindigkeitsbegrenzung verdeutlichen sollen. Fahrzeuge könnten künftig durch eine Fahrbahnaufpflasterung im ersten Drittel ausgebremst werden.

Auf Kita-Parkplatz stehen derzeit nur Autos der Mitarbeiter

Eine Erweiterung des Kita-Parkplatzes in der Stichstraße würde dafür sorgen, dass dort auch Eltern parken können. Denn diese blockieren mit ihren Pkw oft den farbig abgesetzten Seitenstreifen für die Fußgänger, sodass diese auf die Straße ausweichen müssen. Für die Erweiterung müssten allerdings drei Bäume weichen und die Böschung am Regenrückhaltebecken durch eine Winkelstützwand ersetzt werden. Peterich sagte: „Der Zweckverband hat sein Einverständnis signalisiert, so lange das Gesamtvolumen des Beckens nicht verringert wird.“

Ein weiterer neuralgischer Punkt ist der Fußweg, der linksseitig Richtung Parkplatz des Gymnasiums führt. Bürgermeister Oliver Mesch sagte: „Die Kinder kreuzen die Einfahrt und müssen ohne Fußwegführung über den Parkplatz gehen.“ Hier will der Entwurf mit einer Verlängerung des Weges in gerader Linie bis zur Sporthalle Abhilfe schaffen.

BGT schlägt Pflanzkübel aus Beton als Hindernis vor

Hubert Menzel (BGT) kritisierte die Aufpflasterung mit 20.000 Euro als zu teuer und ineffektiv. Besser sei es, auf der Straße Hindernisse zu schaffen, die die Autofahrer zu einem langsamen Zickzackkurs zwingen. Als kostengünstige Variante nannte er bepflanzbare Betonringe. Detlef Ziemann (Grüne) konterte: „Auto- und Radfahrer treffen sich auf der Straße, der Zickzackkurs führt zu Chaos mit entsprechender Gefährdung schwächerer Teilnehmer.“

Die nächste Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 5. November soll mit einem Beschluss zum Thema enden. Bis dahin haben die Fraktionen Zeit, die Vorschläge zu diskutieren.