ÖPNV

Kreis Stormarn zahlt Bus-Taktverdichtung in Oststeinbek

Die Nachricht dürfte Berufspendler freuen: Ab 13. Dezember fahren Busse häufiger ins Oststeinbeker Gewerbegebiet.

Die Nachricht dürfte Berufspendler freuen: Ab 13. Dezember fahren Busse häufiger ins Oststeinbeker Gewerbegebiet.

Foto: dpa / Ulrich Perrey

Verstärkerbusse in den Hauptverkehrszeiten kosten 22.500 Euro pro Jahr. Gemeinde wird finanziell entlastet. Gewerbegebiet profitiert.

Oststeinbek.  Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember will der Kreis die Taktung mehrerer Linien im Stormarner Busnetz verdichten. Davon soll auch die Linie 233 ins Oststeinbeker Gewerbegebiet profitieren. Das haben die Mitglieder des Verkehrsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Fahrgastzahlen haben sich inzwischen gut etabliert

Seit 2019 finanzierte die Gemeinde Oststeinbek die Anbindung der Linie 233 (U Mümmelmannsberg – U Steinfurther Allee) in der Hauptverkehrszeit am Nachmittag mit etwa 10.000 Euro im Jahr. Der Kreis übernahm zugleich die Kosten in der morgendlichen Hauptverkehrszeit in Höhe von rund 7000 Euro. „Da sich die Fahrgastzahlen in beide Fahrtrichtungen auf einem guten Niveau etabliert haben, gab es die Empfehlung, die Fahrten im Stundentakt durch das Gewerbegebiet ab 13. Dezember fortan ins Grundangebot des Kreises zu übernehmen“, sagt Björn Schönefeld, ÖPNV-Fachmann der Kreisverwaltung. Die Mehrkosten bezifferte er ab kommendem Jahr auf 10.000 Euro per anno.

Die Gemeinde Oststeinbek hatte im September 2018 überdies beschlossen, bis 2020 für zusätzliche Fahrten der Linie 233 zwischen dem U-Bahnhof Steinfurther Allee und dem Gewerbegebiet 25.000 Euro pro Jahr aufzuwenden, um von Montag bis Freitag in den Hauptverkehrszeiten einen Halbstundentakt ins Gewerbegebiet zu ermöglichen.

Gemeinde spart 12.500 Euro bei Halbstundenvariante

„Auch hier hat sich gezeigt, dass sich die Auslastung positiv entwickelt hat“, so Schönefeld. Morgens sei es naturgemäß zu höheren Aussteigerwerten im Gewerbegebiet gekommen, am Nachmittag hätten dort die Einsteigerwerte dominiert. „Folglich lautete unsere Empfehlung hier ebenfalls, ab dem kommenden Fahrplanwechsel auch 50 Prozent der Kosten für den Halbstundentakt ins Grundangebot des Kreises zu übernehmen“, sagt Schönefeld. Die Mehrkosten beliefen sich in diesem Fall auf 12.500 Euro jährlich.

Positiv: Die Gesamtsumme von rund 22.500 Euro pro Jahr wird vom Haushaltsansatz 2021 für das ÖPNV-Teilnetz Südstormarn vollständig gedeckt. Der Kreisetat muss für diese Position also nicht erhöht werden. Das Oststeinbeker Gewerbegebiet befindet sich direkt an der Landesgrenze zu Hamburg.